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Montagsfrage: Schreibst du dir während des Lesens Zitate auf?

Ich erinnere mich an eine Zeit, in der schrieb ich mir so ziemlich alles auf. Nichts, was mir für später etwas gebracht hätte, wie beispielsweise die Waschmaschine funktioniert oder Mama gefüllte Paprikaschoten macht – aber damals, als man noch auf Portalen wie Jappy.de, Myspace oder Schuelervz angemeldet war, da musste man von Zeit zu Zeit, also etwa einmal wöchentlich, das eigene Profil pimpen. Das hieß für mich: Totalsanierung. Dafür standen mir schätzungsweise 500 MB an Word-Dokumenten zur Verfügung, in denen alles zu finden war, was das Herz begehrte: Zitate, Sprüche, Links und Bilder. Dieses digitale Sammelsurium hielt wirklich alles für jede Lebenslage und jeden Gemütszustand bereit, aber vor allem pseudointellektuelles Gebrabbel. Manche Sachen konnte man auch einfach nicht verwenden, schließlich dachte jede vom Dorf, sie wäre laut Bushido der Engel unter 1000 Huren – auf der Welle konnte man dann wirklich nicht mehr mitschwimmen.

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