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Rezension: Ugly Love von Colleen Hoover

Es ist nicht allzu lange her, da habe ich das Genre New Adult für seine üblichen Klischees verteufelt und angesprochen, was ich nicht mehr sehen kann. Für Zwischendurch und zum Entspannen sind diese Bücher wahrlich perfekt: leichte Liebesgeschichten, witzige Charaktere, dunkle Geheimnisse und explizite Intermezzi, die das Ganze deutlich vom Jugendbuch abgrenzen. Wo normalerweise der Vorhang fällt, geht es hier erst richtig los! Aber kennst du eines, kennst du alle, dachte ich irgendwann. Meistens im College verortet, hat die Protagonistin an einer schwierigen Geschichte aus ihrer Vergangenheit zu knabbern und wenn der Bae langkommt, hilft er ihr prompt bei der Überwindung all ihrer Ängste, es geht heiß her und dann folgt nach einigen weiteren, hineingepressten Konflikten das Happy End. Folgebände inklusive und irgendwann feiern alle Paare eine lustige Grillparty! Oh my. Ich dachte wirklich, das Genre kann mich nicht mehr überraschen. Dann trat Colleen Hoover in mein Leben.


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Medienmonat 01/2016: Colleen Hoover, Mr. Robot, Making A Murderer, The Revenant, The Hateful Eight

Seit ich meinen Medienkonsum dokumentiere, weiß ich nicht genau, ob sich das alles noch im gesunden Rahmen bewegt oder ich mir neue Entspannungsmöglichkeiten suchen sollte. Stellt euch die Welt mal ohne Medien vor! Man wäre gezwungen, sich über das Wetter zu unterhalten. Oder die Ernte. Small Talk wäre noch komplizierter als ohnehin schon. Ich finde es zumindest immer erfrischend, wenn man nach zwei, drei Minuten unangenehmen Geplänkel irgendwie in die Thematik Kino oder Serien abrutscht. Voilá – plötzlich fällt die Maske des Gegenübers und ihr merkt, dieser Mensch ist genauso verkorkst wie ihr! Binge Watching ist dieser Person nicht fremd, nein, sie hat nur einen sehr guten Concealer für die Augenringe.

Unterhaltungsmedien verbinden. Ich könnte mich beispielsweise stundenlang über Serien und Filme unterhalten – umso größer die Freude, wenn man jemanden trifft, mit dem man eine ähnliche „Das könnte ihnen auch gefallen“-Anzeige beim Streaminganbieter des Herzens teilt. Dann gibt es aber natürlich auch solche Menschen, welche die Medienleidenschaft mit Realitätsflucht abtun und meinen, man würde mit diesem eigennützigen Verhalten kein Stück die Welt verbessern oder fürchte einfach, sich seinen eigenen Problemen zu stellen. Wir kennen sie doch alle, oder? Bitch please kann man da ja leider nicht sagen. Also am besten einfach lächeln und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wenigstens sind wir vorbereitet, wenn die Zombieapokalypse eintritt und beißen nicht zuerst ins Gras!

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