Gedankenkarussell: Von Vorsätzen und dem FBI

Ich bin nicht der Typ für Vorsätze zum Neujahrsbeginn, denn im Kleinen kann jeder einzelne Tag ein Neuanfang sein. Theoretisch – ich bewundere nämlich all jene, die sich etwas vornehmen und direkt umsetzen. Ohne große Planung anfangen und sich durchbeißen. Einfach machen und nicht so viel darüber nachdenken, was sie da gerade tun und wohin das führen könnte. Zu oft legt der eigene Kopf sich Ausflüchte zurecht, die einen schneller ausbremsen als die piepsende Blitzer-Warn-App auf dem Handy.

Gestern bin ich dann über eine Notiz gestolpert, die direkt vom 01. Januar 2017 stammt und um eine Uhrzeit geschrieben wurde, die mir als Erklärung dient, warum ich mich nicht daran erinnern kann. Es sind Vorsätze für das Jahr 2017 und als ich sie fand, war ich zuerst irritiert. Eigentlich nicht mein Ding das Ganze. Die ersten Ziffern bestehen auch eher aus Vorhaben, die ich sowieso umsetzen werde und an denen schlicht kein Weg vorbeiführt, wie etwa die Masterarbeit zu beenden.

Aber zwei Punkte brachten mich zum Schmunzeln, denn sie waren in einem Ghetto-Ton niedergeschrieben, der mich daran erinnerte, dass ich mehr als zwei Gläser dieses edlen Tropfen Weins intus gehabt hatte. Aber wie heißt es? Alkohol und kleine Kinder verraten immer die Wahrheit? So oder so ähnlich – vielleicht bin ich ja nicht die einzige, die sich an diese zwei speziellen Dinge etwas mehr halten sollte.

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Jahresrückblick und Medienhighlights 2016

Vor einigen Tagen haben wir Adieu! zum Jahr 2016 gesagt und auf einschlägigen Social-Media-Kanälen habe ich mitbekommen, dass einige darüber mehr als glücklich waren. Trotz der weltpolitischen Lage und verdammt vielen Promi-Begräbnissen konnte ich den Unmut allerdings weniger verstehen, denn ich bin sehr dankbar für das letzte Jahr. So im Großen und Ganzen und im ganz Kleinen bin ich sehr zufrieden und glaube, dass das plötzliche Gespür für Weltpolitik und popkulturelle Eil-Meldungen alles auch etwas mit dem Älterwerden an sich zu tun hat. Als Kind war es einem doch praktisch Schnuppe, was so alles in der Welt abgeht und man konnte weit einfacher auf Durchzug schalten, als es uns heute als partizipierendem Erwachsenen möglich ist, der sich noch dazu in seiner Freizeit am liebsten in der digitalen Mediengesellschaft herumtreibt.


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Medienmonate 09/2016 | 10/2016 | 11/2016: meine Highlights

Long time no Medienmonat und der Grund dafür ist ziemlich simpel: nach der Heimkehr aus dem langen Urlaub und dem Beginn der Masterarbeit hatte ich einfach keine Lust mehr – zunächst auch überhaupt nicht aufs Bloggen, was dann aber glücklicherweise durch die Frankfurter Buchmesse wieder geändert wurde. Nur leider konnte ich mich nicht motivieren, meine Lese- und Schaustatistik niederzuschreiben. Obwohl Statistik ja sowieso übertrieben ist, immerhin kann man mich mit Zahlen jagen.

Lange Rede, kurzer Sinn – das Positive am Medienmonat ist für mich, dass ich trotz meiner chaotischen App-Führung sehe, was ich denn alles so medienmäßig konsumiert habe. Pro: ich verliere nicht den Überblick. Contra: man muss auch Zeit finden, den Medienmonat zu schreiben. Zurzeit bin ich stark am überlegen, wie ich mich ab Januar organisiere – was ich anders machen werde, was über Bord fliegt, was bleibt und was neu dazukommt. Privat interessiere ich mich zum Beispiel verstärkt für Sachbücher und Ratgeber und hab einen ganzen Haufen auf der Wunschliste oder bereits zuhause.

Ich kann ja an Weihnachten mal in mich gehen und überlegen, wie ich damit weiter verfahre – jetzt kommen erstmal meine Lesemonate, TV-Show-Obsessionen sowie die filmischen Highlights.

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Wunschlisten-Bücher und die Buchmesseblues-Challenge

Stehlblueten und Book Walk haben sich etwas ganz Besonderes für die Vorweihnachtszeit ausgedacht: bis zum 17. Dezember werden keine Bücher mehr gekauft, es wird sich ganz auf den SuB-Abbau konzentriert und mit ein bisschen Glück kann man sogar etwas gewinnen (Bücher natürlich, yey). Jeder kann bei der Buchmesseblues-Challenge mitmachen, denn zusammen ist man weniger allein. Ich weiß jedenfalls schon mal, dass mein Geldbeutel mir diese Aktion danken wird, denn viel zu oft kommt ein Buch mit nachhause – auch wenn ich mich in Frankfurt wirklich zusammen gerissen habe. Ich bin hochmotiviert, die paar Wochen bis Weihnachten durchzuhalten und weil Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist, zeige ich euch erstmal ein paar Bücher von meiner persönlichen Wunschliste.

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10 Tipps für Herbstmuffel

Herbst! Jedes Jahr wundere ich mich aufs Neue, wie schnell diese Jahreszeit um die Ecke biegt und ich von Null auf Hundert schwanke, ob die Lederjacke nun noch reicht oder ich bereits den Mantel überstreifen muss. Ich gebe zu, ein bisschen überlief mich der kalte Schauer, als ich in den USA bei 30 Grad in den Starbucks marschierte und plötzlich Ende September den Pumpkin Spice Latte auf der Karte sah. Denn entgegen der vielen Euphorie in den sozialen Netzwerken bin ich kein Fan von der kühleren Jahreszeit und dem Vorboten des Winters. Vor einigen Jahren war das für mich Grund genug für eine Runde Pessimismus, aber mittlerweile mache ich mir auch den Herbst schön. Heute gibt es darum ein paar Tipps für Herbstmuffel.

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70 things I love about Harry Potter and the Cursed Child

Yippieh, endlich ist der Tag gekommen: heute erscheint die deutsche Ausgabe von Harry Potter and the Cursed Child. Ich wünsche allen, die geduldig auf die Übersetzung gewartet haben, eine wundervolles neues Abenteuer in der Welt der Hexen und Zauberer! Ich bin so dankbar, dass wir der Generation angehören, die mit Harry aufgewachsen sind, neue Bücher und Filme hibbelig erwarten durften und damals dank weniger Social-Media-Kanäle und Informationsflüsse spoilerfrei geblieben sind.

Und siehe da – wir befinden uns im Jahr 2016 und dürfen uns trotzdem noch über Neues aus der Zaubererwelt freuen. Seien es illustrierte Schmuckausgaben, die uns in Verzückung bringen, ein Theaterstück oder Fantastic Beasts, zu dem wir ins Kino pilgern werden. Jetzt fehlt doch theoretisch nur noch eine TV-Serie über die Rumtreiber, oder? Hm, vielleicht erhört Joanne K. Rowling ja meine Gebete.

Ich schreibe diesen Beitrag gerade am 31. Juli 2016, es ist 19:56 Uhr und nur zwei Stunden her, dass ich Harry Potter and the Cursed Child beendet habe. Ich wünschte, ich könnte sofort mit jemandem darüber reden, aber nein, es dauert noch ein paar Stunden, bis ich meinem Freund alles erzählen kann. Doch die Gedanken müssen raus! Deswegen jetzt – in weiser Voraussicht. Alles, was ich an Harry Potter and the Cursed Child geliebt habe, für euch zusammengeschrieben. Unordentlich, wie immer. Dieser Beitrag enthält darum Spoiler – viele Spoiler! Also bitte erst nach dem Lesen konsumieren.

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Medienmonat 08/2016: Fangirl, It ends with us, Stranger Things, Teen Wolf & zu viele Filme

Ich glaube, noch nie war ein Medienmonat so pünktlich online wie dieser, das liegt aber auch schlicht daran, dass ich ihn bereits am 20.08. in Angriff genommen und dann fleißig aufgefüllt  habe – zählt das dann überhaupt als ganzer Monat? Zumindest filmtechnisch habe ich Anfang August schon ziemlich vorgelegt.

Ist wirklich schon September? Ich weiß, das hängt euch bestimmt schon zu den Ohren raus und jeder wundert sich immer wieder, wohin das Jahr verschwunden ist, aber ich finde die Zeit wirklich gruselig. Kaum vorstellbar, dass das Leben später mit Job, Kindern und Routine noch mehr vor an uns vorbeijagen soll – so habe ich das zumindest gehört und dann steht man selber irgendwann da und sagt so Sachen wie „Sie werden so schnell erwachsen!“. Gruselig. Aber ein Gutes hat das Ganze natürlich: bald kommt die neue Staffel The Walking Dead! Und Teen Wolf! Man soll ja positiv denken.

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Meine Urlaubs-Lektüre // Devise: Viel ist auch nicht genug

Eine gute Planung und minimale Überschätzung sind die halbe Miete, wenn es um die Lesestunden im Urlaub geht. Meistens fliegen die Seiten am Strand nur so dahin, doch dieses Jahr verspricht anders zu werden, denn wir werden nicht faul herumliegen, sondern ständig auf Achse sein. Umso schwieriger war es darum für mich, abzuschätzen, wie viel ich lesen werde. Das weiß ich übrigens immer noch nicht und trotzdem habe ich eine wilde kindle-Party geschmissen und den Mit einem Klick kaufen-Button im Sekundentakt gedrückt. Ist ja nicht so, als gäbe es in den USA für den Fall der Fälle keine Buchläden, wagen mich manche Menschen zu erinnern und ernten dafür einen bösen Blick.

Aber wirklich: the struggle is real! Wie nennt man die Angst, dass einem im Urlaub die Bücher ausgehen? Ich spüre zumindest einen Krampf in der Brust, wenn ich daran denke, dass die meiste Lektüre auf meinem iPad ruht und ich schön bescheuert wäre, wenn ich mir den Koffer mit Büchern volllade. Eins nehme ich zwar wegen Instagram – schlagt mich ruhig links und rechts – mit, aber eben nur eins. Oh Gott.

Genug geheult, es wäre immerhin bezeichnend, wenn ich Ende September wieder komme und euch mitteile, dass ich es nicht geschafft habe, zu lesen. Haha, dann schlagt mich bitte noch mal. Aber solange wir in Bahn, Flugzeug und Bus sitzen, sollte das zumindest nicht geschehen.

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