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Kinoreview: La La Land

Das erste Mal Kino in diesem Jahr hätte nicht magischer für mich sein können – denn bei La La Land von Regisseur Damien Chazelle stimmt einfach das Gesamtpaket. Es ist ein Film, der nicht nur vom Träumen erzählt, sondern auch dazu animiert.

Worum geht’s?

Mia (Emma Stone) träumt von einer Schauspielkarriere. Sebastian (Ryan Gosling) träumt von einem eigenen Jazz-Club. Aber Los Angeles und vor allem Hollywood sind kein leichtes Pflaster, denn Träumer gibt es viele. Als aus beiden Leidenschaften Erfolg wächst, stellt das ihre Beziehung vor ungeahnte Herausforderungen.

Next stop: City of Stars!

Es gab einige Dinge in La La Land, die mich überzeugt und fasziniert haben. Mein Herz klopft immer noch ganz wild, wenn ich an den Film denke. Im Vorfeld hatte ich irgendwo gelesen, dass Emma Stone und Ryan Gosling nach ihrem Spiel als die neuen Bogart (Humphrey) und Hepburn (Katharine) unserer Zeit gehandelt werden (ach ja, genau hier). Und es ist wirklich so: die Chemie der beiden ist überwältigend. Sie wirken so echt und natürlich miteinander und fügen sich ganz selbstverständlich in das Genre ein.

Denn ja, La La Land ist ein Musical und es geht praktisch sofort los, als der übliche Rückstau in Los Angeles Anlass für eine Gesangs- und Tanzeinlage gibt. Jede dieser Szenen verblendet sich jedoch perfekt mit der Handlung. Gleichzeitig ist es eine Liebesgeschichte, an der man Anteil nimmt und die in ihrem Beginn nicht unfreundlicher hätte verlaufen können. Daraus entwachsen zunächst humoristische, dann schöne und im späteren Verlauf eindringliche Szenen, die Liebe als solche sehr realistisch darstellen.

Denn im Grunde ist La La Land ein Film über Leidenschaft, die der Liebe zwar sehr ähnelt, aber manchmal vielleicht sogar noch mehr wiegen und bewirken kann, wenn sie der innere Antrieb ist. Mia und Sebastian sind beide Künstler und die Leidenschaft das, was sie durchhalten und weitermachen lässt, während sie sich mit ihrer Liebe gegenseitig bestärken. Ich mochte dieses Zusammenspiel sehr gerne – passend dazu wurde der Film inszeniert und die Farben gewählt. Selten nahm ich in einem Film so viele Rottöne wahr, mag sie eigentlich überhaupt nicht, aber La La Land hat das irgendwie geändert, denn es passt einfach.

Los Angeles wird in der einen Sequenz bunt, skurril und schnelllebig gezeigt, eben genau so, weswegen es auf die Träumer der ganzen Welt eine Anziehung auszuüben scheint, und in anderen Einstellungen als das Hollywood, in dem einem keiner zuhört, kein wirkliches Interesse herrscht und eben nur das Sandwich in der Mittagspause entscheidend ist. Das wird etwa unterstrichen, als Mia durch einen Gang läuft und zig andere Rothaarige auf ihre Chance warten, entdeckt zu werden. Los Angeles castet Typen, die passen, selten Leidenschaften – und leider ist nicht allen ambitionierten Träumern auch Glück vergönnt. Wie schwer es tatsächlich ist, kann der Film an vielen Stellen einfangen.

Eigentlich konnte mich La La Land auf allen Ebenen überzeugen: von den Choreographien über die Gesangseinlagen und den Soundtrack bis hin zum bittersüßen Ende glich der Film einem Meisterwerk, ohne dabei an irgendeiner Stelle den Anspruch auf Perfektionismus zu erheben. Dadurch, dass Emma Stone und Ryan Gosling selbst gesungen und getanzt haben, schleicht sich vielleicht hier und da ein Fehler ein – aber gerade diese Menschlichkeit wirkte so überzeugend. Damit verkörperten sie zwei Rollen, denen man es von Herzen gönnt, wenn sich ihre Träume erfüllen.

Ebenso wunderbar fand ich im Übrigen die Erinnerung daran, dass jede unserer Entscheidungen zwar neue Wege öffnet und das Leben verändert, aber sich trotzdem alles so ineinanderfügt, wie es sein soll und dass wahrscheinlich aus jeder Entscheidung irgendwann etwas Gutes entsteht. Man tut sich immer so schwer mit Entscheidungen und wiegt alles ab – La La Land erinnert daran, dass es schon alles irgendwie gut wird und man die Hoffnung nicht verlieren sollte.

Mein Fazit

La La Land erinnert an die alten Klassiker der Filmgeschichte und erzählt eine wunderschöne Geschichte über Liebe und Leidenschaft, Schicksal und Zufälle. Es lohnt sich, den Film auf der großen Leinwand zu sehen und auf sich wirken zu lassen – den Kinobesuch kann ich also wirklich ans Herz legen. Meine Kinobegleitung und ich hatten unglaublich viel Spaß!

P.S. La La Land ist für 14 Oscars nominiert – ich gönne es den Darstellern und der Crew sehr!

eurelaura

P.P.S. Das Video ist der awww!!!

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7 Gedanken zu “Kinoreview: La La Land

  1. BookPrincess by Sarah schreibt:

    Hallo Laura,
    Mensch, das hast du super schön geschrieben. Ich habe den Film beim Lesen noch einmal Revue passieren lassen und kann dir nur in jedem einzelnen Punkt zustimmen. Fandest du die grandiosen Kleider der Mädchen vor der Party auch so wunderschön?
    Liebe Grüße,
    Sarah

    Gefällt 1 Person

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