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Bücher, die ich nie zu Ende gelesen habe

Für gewöhnlich hasse ich es, ein Buch nicht zu Ende zu lesen. Irgendwie ist es für mich Verschwendung, entweder von Geld oder von Zeit, die ich bisher investiert habe, ohne zu wissen, wie es endet. Zudem habe ich immer die Hoffnung, dass ich den Punkt einfach noch nicht erreicht habe, wo es besonders interessant und spannend wird. So habe ich mich also schon durch einige Bücher gequält, wie zum Beispiel 1200 Seiten Die Arena von Stephen King, war aber am Ende doch immer froh, dass ich es durchgezogen hatte.

Und doch stehen inzwischen einige Bücher in meinem Regal, die ich teilweise vor Jahren angefangen habe und wahrscheinlich nie zu Ende lesen werde. Diese Bücher möchte ich euch heute vorstellen, und versuchen zu erklären, warum ich mitten drin aufgehört habe.

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Michael Jackson – J. Randy Taraborrelli

Zu seinen Lebzeiten habe ich mich nicht besonders für Michael Jackson interessiert. Ich mochte schon immer einige seiner Lieder und die ganzen Skandale waren mir natürlich auch bekannt, aber im Großen und Ganzen war mir das eigentlich egal. Nach seinem Tod allerdings hat sich mein Interesse irgendwie verschoben, weswegen ich mir nach einiger Zeit eine Biografie zulegte. Es ist bereits 6 Jahre her, keine Ahnung wie ich aus der Flut der verschiedenen Biografien eine auswählen konnte. Wenn ich jetzt in das Buch reinschaue, befindet sich immer noch ein Lesezeichen darin, und zwar auf Seite 125. Bis Kapitel 3 bin ich gekommen. Michael Jackson ist immer noch ein Kind und wird von seinem Vater tyrannisiert. Ich bin mir sicher, dass das entscheidende Momente für die Entwicklung Michael Jacksons waren, aber trotzdem dauerte mir das alles zu lange. Generell habe ich bisher kaum Biografien gelesen, irgendwie komm ich da einfach nicht ran. Trotzdem denke ich, dass die Biografie gut geschrieben und auch sehr umfangreich ist.

 

Anna Karenina – Leo N. Tolstoi

Als damals in der Schule Realismus im Deutschunterricht durchgenommen wurde, haben wir Fontanes Effi Briest gelesen. Ich persönlich habe genau 12 Seiten geschafft und mich zur restlichen Geschichte im Unterricht berieseln lassen. Ich bin mir nicht ganz sicher, woher der Übermut kam, aber nach meinen 12 Seiten Effi Briest war ich plötzlich der Meinung, ich könnte mich durch knapp 1000 Seiten Anna Karenina kämpfen. Auch hier befindet sich das Lesezeichen noch im Buch. Ich habe es tatsächlich bis auf Seite 383 geschafft, worauf ich vor allem im Vergleich zu Effi Briest sehr stolz bin. Ich fand Anna Karenina auch um einiges spannender als Effi Briest, obwohl die Geschichte doch recht ähnlich ist, allerdings haben mir die ganzen russischen Namen das Genick gebrochen. Ich hab einfach irgendwann nicht mehr durchgeblickt, wer eigentlich wer ist und wo er nun dazu gehört. Allerdings möchte ich das Buch auf jeden Fall irgendwann zu Ende lesen, dafür muss ich zwar vermutlich wieder von vorn anfangen, aber was solls.

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1Q84 – Haruki Murakami

Das Buch habe ich erst vor einigen Monaten gekauft, dementsprechend steht es nicht schon seit Jahren in meinem Bücherregal und wartet darauf zu Ende gelesen zu werden. Hauptsächlich fiel es mir ins Auge, weil es so schön silber wahr. Generell kann ich mit japanischen Autoren nämlich eher weniger anfangen. Und ich bin mir auch nach gut 300 Seiten noch immer nicht sicher, worum es hier eigentlich geht. Irgendwie hängen die Leben von den Hauptpersonen Tengo und Aomame zusammen, aber wie ist noch nicht klar. Zudem denkt Aomame offensichtlich, sie ist in einer Scheinwelt gelandet, statt im Jahr 1984 lebt sie nun im Jahr 1Q84. Im Moment sind es einfach nur zwei Handlungsstränge, mit zwei Hauptpersonen, die nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Auch hier habe ich eigentlich das Ziel, das Buch irgendwann zu Ende zu lesen, aber umso mehr Zeit vergeht, umso schwieriger wird es. Und bisher kam einfach immer etwas dazwischen.

 

Ich bin dann mal weg – Hape Kerkeling

Anfang des Jahres habe ich Hape Kerkelings Reise auf dem Jakobsweg im Kino gesehen, und mochte den Film wirklich gerne. Und da Bücher ja meist noch besser sind, als Filme, wollte ich auch sein Buch lesen. Zum Glück befand es sich schon in Familienbesitz und musste nur noch ausgeliehen werden. Daher ist es für mich auch leichter zu verschmerzen, dass ich dieses Buch nicht zu Ende lesen werde. Ich kann gar nicht genau benennen, was mich am Buch gestört hat, aber irgendwie ging es mir gehörig auf die Nerven. Ich glaube, vor allem Hape Kerkelings Einstellung zu Beginn der Reise war für mich im Buch irgendwie nicht zu ertragen, vor allem weil es da ja auch viel länger dauert als die paar Minuten im Film. Es ist auf jeden Fall eine Seltenheit, dass mir ein Film besser gefallen hat, als das dazu passende Buch, aber hier bin ich mir ziemlich sicher, dass ich niemals weiter lesen werde.

 

Habt ihr auch Bücher, die schon lange darauf warten, zu Ende gelesen zu werden, oder seid ihr immer konsequent?

Eure Lisa

 

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6 Gedanken zu “Bücher, die ich nie zu Ende gelesen habe

  1. fruehlingsmaerchen schreibt:

    „Anna Karenina“ und „1Q84“ gehören beide zu meinen Lieblingsbüchern. :D Aber ich kann das verstehen – manchmal ist der Zeitpunkt einfach ungünstig oder man findet einfach nicht in das Buch hinein. Gerade Murakami ist ja sowieso sehr speziell – da muss man sich dann auch irgendwie drauf einlassen bzw. in der Stimmung dafür sein. :D

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  2. Cora schreibt:

    Mit Anna Karenina ging es mir genauso wie dir. Ich habe es angefangen und irgendwann durch die Schule eine längere Pause machen müssen, in der ich nicht lesen konnte und schon hatte ich keine Ahnung mehr, wer wer ist und hab es resigniert weggelegt. An deiner Stelle würde ich Effi Briest aber noch eine Chance geben. Ich habe es schon zwei Mal gelesen und mir hat es jedesmal sehr gut gefallen :)

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  3. madamedimanche schreibt:

    Bei mir waren es die Bücher von Jonas Jonasson! „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ habe ich angefangen zu lesen, weil es so gelobt wurde. Ich fand es leider unendlich langweilig. Alelrdings wollte ich dem Autor noch eine Chance geben und evrsuchte es mit „Die Analphabetin, die rechnen konnte“. Auch da hab ich noch ver der Hälfte aufgegeben. Manchmal solls einfach nicht sein ;) Ahoi!

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