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Rezension: Opus – Die Begegnung von Senta Richter

Manchmal wartet ein Buch so lange darauf, gelesen zu werden, dass ich im Nachhinein ein schlechtes Gewissen habe, wenn es mich total umhaut. Ich habe das Problem längst für mich erkannt: viele Bücher auf meinem SUB spare ich mir für schlechte Zeiten auf, was totaler Schwachsinn ist und etwas, das ich schleunigst ändern sollte. Mit dem ersten Teil von Opus zog es sich schließlich so hin, dass im Juli bereits der zweite Teil erschien und ich noch nicht einmal den ersten kannte. Am Ende habe ich mir damit keinen Gefallen getan, denn Opus: Die Begegnung war genial.

Einmal damit begonnen, konnte ich mich gar nicht mehr von der Welt und Geschichte lösen und verstand, warum Belli mir so davon vorgeschwärmt hatte. Ich liebe das Gefühl, ein Buch zu lesen, dass mich total begeistert. Somit war Opus: Die Begegnung von Senta Richter eines meiner Monatshighlights und die Gründe dafür gibt es heute!

Ein paar Worte zum Inhalt

Als Ludmilla dem geheimnisvollen Abel begegnet, bringt er ihre Welt vollkommen durcheinander. Er scheint auf der Flucht zu sein – aber vor wem? Wo kommt er her? Und was bedeutet das seltsame Tattoo auf seiner Brust?

Lesen, rätseln und verlieben

Eines steht wohl fest: wer Rätsel mag, wird Opus lieben. Zunächst ließ mich der Klappentext ein typisches Jugendbuch erwarten, in dem der Fokus auf einer bedingungslosen, wenn auch aussichtslosen Liebe zwischen zwei jungen Menschen liegt, doch nach der Lektüre finde ich es einfach großartig, zunächst auf dem falschen Pfad gewesen zu sein. Denn Opus ist sehr viel mehr als das und hat mich an vielen Stellen so gefesselt, wie es beispielsweise Ursula Poznanski kann, bei deren Büchern man ja auch meistens auf der falschen Fährte ist und einen dann der Mindblowing-Moment am Ende erwartet. Auch Opus: Die Begegnung wartete mit einer Überraschung auf, an die ich gar nicht gedacht habe!

Die Geschichte um Milas Welt ist komplex und stimmig konstruiert, der Plot und das Geheimnis konnten mich vollends mitreißen und überzeugen. Auch die vielschichtigen Charaktere haben mir sehr gefallen.

Mila ist eine Protagonistin, die man einfach mögen muss, denn mit ihren Gedanken, ihrem Leben, ihrer Vergangenheit und allen weiteren Details ist sie so vielschichtig und lebendig – ungemein erfrischend, denn ich kenne und verteufele ja das Schema F. Ihre Leidenschaft für Kunst und ihr Traum, Malerin zu werden, werden einfach großartig in die Geschichte eingebunden und ihre dadurch erlangte Stärke wird zu einem Symbol in der Welt von Opus. Besonders hat mir auch der Spagat zwischen Normalität und der Begegnung mit Abel gefallen: von der Schule über den Nebenjob im Kino bis hin zu Unipartys habe ich mich in der Geschichte sehr wohl gefühlt. Mila erscheint einfach wie ein normaler Mensch und ist keine Mary Sue, Bella oder Tessa.

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Auch Charaktere wie ihre beste Freundin Marie und ihren Bruder Leo habe ich schnell ins Herz geschlossen, einzig und allein ihre Mama hat mir ein bisschen gefehlt und glänzte durch Abwesenheit – aber vielleicht kommt das ja noch!

Abel konnte mich ebenfalls überzeugen und an dieser Stelle muss ich einwerfen, dass ich in diesem Buch gut mit seinen grünen Augen klar kam, denn selbst sein Aussehen wurde in den Plot eingesponnen und erklärt und nicht nur dafür gebraucht, seine Unwiderstehlichkeit hervorzuheben. So lobe ich mir das! Die Chemie zwischen Abel und Mila hat gestimmt und der Beginn ihrer Liebe wurde wunderbar erzählt. So ganz ohne einen Funken Liebe geht es bei mir ja meistens nicht.

In den Schreibstil von Senta Richter habe ich mich geradewegs verliebt, denn sie findet einfach die richtigen Worte für … alles! Die Beschreibungen lassen auf ganz einfache, fesselnde Art Bilder im Kopf entstehen, ohne zu überladen und lang anzumuten, die Dialoge sind glaubhaft und auch die Stimmung und Atmosphäre fängt das Buch wunderbar ein. Außerdem kann ich mir von ihren spannungsgeladenen Szenen einiges abgucken – das Tempo hat einfach immer gestimmt. Es wird hauptsächlich – mit einigen Ausnahmen – aus Milas Sicht erzählt, deren Gedanken ich gerne gefolgt bin.

Mein Fazit

Ich war beim Lesen von Opus: Die Begegnung vollkommen begeistert und vom Finale überwältigt – sodass sogar einige Tränen gekullert sind. Aber ganz ehrlich – so muss das auch sein! Ein gutes Buch reißt dich mit und zerreißt dich zuweilen und das hat Senta Richter mit ihrem Debüt definitiv geschafft. Ich kann es kaum abwarten, Band 2 zu lesen (der ja Gott sei Dank schon erschienen ist) und mehr über alles zu erfahren. Zusammengefasst: genialer Plot, Wow-Finale, tolle Charaktere und fesselnder Schreibstil. Einfach ein Must-Read.

Herzfaktor:

Herzfaktor_5_Fünf_Herzen

eurelaura

 

 

 


Auf einen Blick

Opus: Die Begegnung von Senta Richter – Band 1 der Opus-Trilogie – Erscheinungstermin (Print): 30. September 2015 – Seiten (Print): 451

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2 Gedanken zu “Rezension: Opus – Die Begegnung von Senta Richter

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