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Rezension: Wohin wir gehören von Catherine Ryan Hide

Catherine Ryan Hide gehört inzwischen mit zu meinen Lieblingsautorinnen. Ich habe bereits einige Bücher von ihr gelesen, unter anderem Als ich dich fand und Ich bleibe hier. Vor kurzem landete dann der neueste Roman der Autorin „Wohin wir gehören“ auf meinem Kindle, denn die Amazon-Rezensionen waren durchweg positiv und auch ihre bisherigen Bücher hatten mich vollends überzeugt. Im Mittelpunkt stehen zumeist ganz besondere Charaktere, die mit einem schweren Schicksal zu kämpfen haben.

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Ein paar Worte zum Inhalt

Im Mittelpunkt steht die 14-Jährige Angie, die sich zusammen mit ihrer Mutter um ihre autistische Halbschwester Sophie kümmern muss. Aufgrund Sophies Unberechenbarkeit und ihrer regelmäßigen Ausraster fällt es der kleinen Familie nicht leicht, irgendwo Fuß zu fassen. Niemanden gelingt es Sophie zu beruhigen, wenn sie einmal begonnen hat zu schreien. Die Nachbarschaft ist davon ganz und gar nicht begeistert. Da Sophie ständig betreut werden muss, hat die Mutter kaum eine Möglichkeit arbeiten zugehen, weswegen ständige Geldsorgen den Problemkreis erweitern.

Doch plötzlich scheint die Rettung nah, als sich Sophie mit der Nachbarshündin ganz besonders verbunden fühlt und in ihrer Nähe vollkommen ruhig bleibt. Der Nachbar ist an den Befindlichkeiten der Familie allerdings recht wenig interessiert und möchte am liebsten seine Ruhe haben. Als er in den wohlverdienten Ruhestand geht und beschließt wegzuziehen, kommt es für Angie, Sophie und ihre Mutter zum Worst Case Szenario, da Sophie sich nur noch von der Nachbarshündin Rigby beruhigen lässt. Wieder mal lastet alle Hoffnung auf Angie, eine gute, schnelle und möglichst billige Lösung zu finden.

Mein Fazit

Angie musste mit ihren 14 Jahren bereits einiges ertragen. Ihr Vater ist tot, ihre Schwester krank und ihre Mutter als Erziehungsperson gnadenlos durchgefallen. Sie musste sehr früh erwachsen werden, um die teils ausweglosen Situationen zu meistern. Bewundernswert ist es dabei wirklich, dass Angie immer zuerst an andere denkt, vor allem an das Wohl ihrer Schwester, und dann vielleicht auch irgendwann an sich selbst.

Als Angies Mutter die Nerven verliert und so am Ende ist, dass sie Sophie in ein Heim für kranke Kinder geben möchte, ist es Angie die ihr Veto einlegt und ihre Mutter an ein Versprechen erinnert. Die Beziehung zwischen Angie und ihrer Mutter ist daher wirklich nicht beneidenswert. Des Öfteren hatte ich den totalen Freaky Friday Moment, weil es scheint als hätten sie unfreiwillig die Rollen getauscht. Dass das nicht gut für eine Mutter-Kind-Beziehung ist, versteht sich von selbst. Trotzdem schafft es Angie immer wieder, ein Problem nach dem anderen auf teilweise etwas unkonventionelle Art zu lösen. Vielleicht sollte man öfter Kinder bei der Lösung von Problemen mitwirken lassen.

Die Mutter ging mir allerdings mit der Zeit ganz schön auf die Nerven. Da dachte ich mir doch manchmal, man sollte nicht zwei Kinder in die Welt setzen, wenn man so wenig Plan vom Leben hat. Ich hoffe, dass diese Beschreibung einer Mutter nur in seltenen Fällen in real zutrifft. Obwohl ich durchaus auch nachvollziehen kann, dass das Leben mit einem kranken oder behinderten Kind kein Zuckerschlecken ist.

Angie hat mir allerdings immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. So selbstlos, so großmütig und so mitfühlend sind wohl die wenigsten Menschen. Viele hätten unter der Last schon längst aufgegeben, aber für Angie ist ihre Familie das Wichtigste, und darum kämpft sie bis zum Äußersten. Catherine Ryan Hide Herzfaktor_5_Fünf_Herzenvermag es wirklich, die inspirierensten Charaktere in ihren Romanen zu er- schaffen. Ich freue mich schon auf den nächsten Roman! Für diesen hier gibt es auf jeden Fall 5 Herzen!

Habt ihr bereits eins ihrer Bücher gelesen?

Eure Lisa

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2 Gedanken zu “Rezension: Wohin wir gehören von Catherine Ryan Hide

  1. juliawunderland schreibt:

    Hallo Lisa!
    Das Buch kannte ich bisher noch gar nicht, aber deine Rezension hat mich neugierig gemacht. Es ist bestimmt eine schwierige Situation, für alle beteiligten. Vielleicht werde ich mal reinschnuppern.
    Liebe Grüsse
    Julia

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