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Medienmonat 05/2016: Outcast, Bates Motel, Quantico, Deadpool, Grischa…

Heute Morgen stand ich in der Küche und hatte eine Eingebung, denn Fran Fine machte gerade eine Bemerkung über die us-amerikanische Politik und mein Hirn verknüpfte die Anspielung automatisch. Sie sagte etwas in der Art, dass sie wohl auch mal Praktikantin im Weißen Haus war oder eine werden könne, was mich zum Lachen brachte. Gleichzeitig fragte ich mich, wann die ganze Lewinsky-Affäre um Bill Clinton eigentlich in mein Alltagswissen geflossen war, denn 1998 war ich sechs Jahre alt und Puppen und Lego standen gewiss höher im Kurs als Politik oder Nachrichten. Und dann hatte ich die Antwort: Serien. Ich hatte mein Wissen von Fran Fine und Lorelai Gilmore! Damit wäre bewiesen, dass Serien mitunter das Allgemeinwissen fördern können. Was der Mai alles für mich bereithielt, gibt es heute.


Serien im Mai

Ich habe einen Rewatch von Die Nanny begonnen und muss festhalten, dass der Humor noch immer verdammt gut, die Outfits legendär und die Dialoge toll sind. Da ich mich nicht mehr genau daran erinnern konnte, wann das Katz-und-Maus-Spiel von Maxwell Sheffield und Fran Fine aufhörte, startete ich die Serie kurzerhand bei Amazon Prime. Morgens beim Fertigmachen läuft immer eine Folge – das mag ich zurzeit viel lieber als YouTube-Videos.

Kontinuierlich habe ich auch die neuen Folgen Fear the Walking Dead verfolgt, obwohl mich die Serie wirklich nicht vom Hocker reißt. Pluspunkt: Zombies. Außerdem mag ich die Charaktere Alicia und Nick, während mir die anderen grotesk auf die Nerven gehen. In meinen Augen hatte das Spin-Off so viel Potenzial und auch mit dem Setting konnte ich mich in Staffel 2 gut anfreunden. Doch die Probleme werden mir zu schnell und einfach beseitigt, die Charakterentwicklungen sind nicht wirklich nachvollziehbar und die Parallelen in der Story zum Original sind ja wohl überdeutlich. Dann kam unverhofft die Sommerpause und erst im August geht es weiter – natürlich werde ich da wieder einschalten, aber ohne große Erwartungen.

Im Verbund haben wir montags neben FTWD auch immer fleißig die neuen Folgen Game of Thrones verfolgt. Was mich allen voran freute, war, dass das Ganze zum gemeinschaftlichen WG-Gucken wurde, denn jeder wollte wissen, wie es weitergeht. Zur sechsten Staffel will ich mich ansonsten gar nicht tiefer äußern, denn wir sind ja noch nicht am Ende. Allerdings habe ich mich gefragt, wie die Hodor-Sache in der Synchronisation in anderen Ländern gelöst wurde, denn das stelle ich mir schwer vor. Ob das wieder so eine Sache ist, die nur im Original Sinn ergibt?

Mein Highlight im letzten Monat war die vierte Staffel Bates Motel. Es war eine Sucht, wirklich, in zwei Tagen hatten wir die neuen Folgen durch. Wer die Serie nicht kennt: im Mittelpunkt stehen Norman Bates und seine Mutter Norma, die ihrer Vergangenheit entfliehen wollen und in ihrem neuen Zuhause ein Motel eröffnen. Doch – wie soll ich sagen? – Norman hat nicht alle Tassen im Schrank. Die Serie ist dabei die Vorgeschichte zu Hitchcocks Psycho, aber in unsere Zeit transportiert. Im ersten Moment erscheint die ganze Handlung vielleicht befremdlich, aber es lohnt sich, in die Welt von Bates Motel abzutauchen. Gehört schon lange und wahrscheinlich auch für ewig zu meinen Top 10 Serien.

Auch von The 100 haben wir die dritte Staffel beendet, obwohl ich zunächst wegen einiger Events etwas widerwillig war. Ich weiß mittlerweile nicht, ob das nicht der Anfang vom Ende war, denn die Entwicklungen werden zu einem Dschungel an Kuriositäten, die mich an Lost erinnern. Da bin ich irgendwann ausgestiegen, weil der Thrill einfach weg war und es immer seltsamer wurde.

Auf Arbeit habe ich zudem die ersten Folgen Outcast unter die Lupe nehmen dürfen und hier darüber berichtet. Outcast ist die neue Dämonenserie vom The Walking Dead-Schöpfer Robert Kirkman und dreht sich um Kyle Barnes, der sein Leben lang von Dämonen verfolgt wird und auf der Suche nach Antworten ist. Was er dabei herausfindet, könnte allerdings die ganze Menschheit gefährden. Ich hege große Erwartungen gegenüber den Charakteren und kann erstmal einen Daumen nach oben geben. Bin gespannt, wie sich die Serie noch entwickeln wird!

Außerdem habe ich im Zuge meines Praktikums in die Serie Quantico reingeschaut – und mein Herz verloren. Darin geht’s um ein paar FBI-Anwärter, die in Quantico ausgebildet werden. Dabei spielt die Handlung auf zwei Zeitebenen: zum einen wird die Ausbildung gezeigt, aber auch neun Monate später ein Terroranschlag auf die USA. Um die Vorfälle aufzuklären, muss FBI-Agentin Alex Parrish tief graben, denn jeder, den sie in Quantico getroffen hat, könnte es gewesen sein. Super spannende Serie mit sehr hübschen und heißen Menschen – für mich ein eindeutiges Must-Watch. Nehmt euch vor dem Strudel der Sucht in Acht!

Lesemonat

Ich hatte eine unschöne Leseflaute im Mai und diesmal war es anders als die Monate davor, denn ich habe einfach keine Lust verspürt, zu einem Buch zu greifen. Projekte mussten fertigwerden und ich wollte mich nach der Arbeit einfach nur berieseln lassen, wo mir die oben genannten Serien ganz gelegen kamen. Dennoch habe ich einige Kapitel von Stimmen gelesen, Ursula Poznanskis drittem Fall in der Kaspary und Wenniger-Reihe. Trotzdem ist es noch weit entfernt von ausgelesen! Den zweiten Teil der Legend-Trilogie habe ich ebenfalls bis zur Hälfte gelesen. Auch The Bone Season habe ich angefangen, doch die äußerst komplexe Welt war alles andere als zum Abschalten geeignet, weswegen ich das Weiterlesen verschoben habe. Irgendwie konnte mich nichts catchen letzten Monat

Und dann kam der erste Teil von Grischa! Ich habe das Buch an einem Tag inhaliert und fand es ganz großartig. Leigh Bardugos Schreibstil ist toll und hat mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Auch in die Handlung habe ich mich schnell hineingefunden. Selbstverständlich hat es mir der Dunkle wirklich extrem angetan. Was für ein toller Charakter! Hach! Jetzt wo mein Praktikum vorbei ist, werde ich mal die eine oder andere Rezension nachholen…

Auf den Ohren hatte ich in diesem Monat Harry Potter und der Halbblutprinz und es war mir ein absolutes Vergnügen! Ich hatte es gar nicht mehr so in Erinnerung, dass zwischenmenschliche Beziehungen einen viel größeren Stellenwert in diesem Teil einnehmen. Der Schulalltag wird in diesem Band so toll beschrieben und von Harrys Lauschen bei den Slytherins, über Hermiones Wut in Zaubertränke, Slughorns Partys, Rons erste Beziehung… ich liebe diesen Teil so abgöttisch! Auch wie viele Dinge der Leser über Voldemort erfährt, finde ich einfach großartig. Die Harry-Dumbledore-Interaktionen mag ich total und das Ende hat mir wie erwartet die Tränen übers Gesicht strömen lassen. Was ich aber nicht verstehe: warum passt Snape nicht besser auf sein Zeug auf? Er muss sich nicht wundern.

Film ab!

Wie werde ich ihn los – in zehn Tagen? ist einer meiner absoluten Feel-Good-Movies für alle Zeiten. Ich liebe Kate Hudson und in diesem Film ist sie einfach nur perfekt. Muss ich noch etwas zur Handlung sagen oder ist der Film nicht schon längst Kult? Benjamin Barry wettet, dass er Andie Anderson dazu bringen kann, sich in zehn Tagen in ihn zu verlieben. Sie wiederum recherchiert für einen Artikel, wie man Männer schnell loswird. Und mit diesen Voraussetzungen starten die beiden eine Beziehung. Sehr süß für Zwischendurch und einen faulen Sonntag!

Dann habe ich City of Bones geguckt. Lily Collins ist für mich ja die perfekte Clary und auch Lena Headey die perfekte Jocelyn Fray. Vielleicht hatte es die Serie auch deswegen so schwer bei mir. Jamie Campbell Bower mag ich hingegen gar nicht als Jace, obwohl er einige witzige Sprüche vom Stapel gelassen hat. Ich finde den Film dennoch nett anzusehen!

Kommen wir nun zu meinen absoluten Flops im Monat Mai. Erstens Snowpiercer – ich weiß nicht, wann ich zuletzt so einen schlechten und seltsamen Film gesehen habe. Na gut, ich bin zwischendurch auch mal eingeschlafen, aber auch mein Freund fand ihn richtig … schlecht. Ich verstehe nicht, wieso man für die Produktion so eines Streifens überhaupt Geld ausgibt. Science Fiction hin oder her, da hört es für mich auf. Nach einem fehlgeschlagenen Experiment und einer globalen Eiszeit gibt es nur noch wenige Menschen, die in einem Zug leben, der um die Erde rast. Dort herrscht ein Zwei-Klassen-System und wie das ebenso ist, wehren sich die Armen nach langer Unterdrückung gegen die Reichen. Den Zug beeindruckt das zunächst gar nicht. Naja, muss man mögen sowas.

Ein weiterer Griff ins Klo war True Story – Spiel um Macht, der die ganze WG enttäuscht hat. Seit diesem Film kann ich James Franco nicht mehr leiden. In dem Thriller gibt sich ein Familienmörder (Franco) bei seiner Verhaftung als Journalist aus und erregt so dessen Aufmerksamkeit – er will, dass dieser die wahre Geschichte ans Tageslicht bringt. Wer sich nun auf investigativen Journalismus und Spannung freut, wird von lahmen Dialogen erschlagen. Zwar sind die Schauspieler gut, können den Thriller aber meiner Meinung nach nicht retten.

Zudem haben wir endlich Deadpool angeschaut, nur leider konnte der uns nicht überzeugen, sodass ich sogar ein schlechtes Gewissen hatte, meinen Freund dazu gedrängt zu haben. Von allen Seiten habe ich im Vorfeld gehört, wie toll der Film ist und wie viele großartige Bewertungen er erhalten hat, aber dann konnte ich irgendwie nicht lachen. Okay, das ist übertrieben, ich habe schon an einigen Stellen gelacht, aber viele Witze haben nicht mal meinen Mundwinkel zum Zucken gebracht. Die Darsteller fand ich echt super, aber ich empfand es eher als anstrengend, dass versucht wurde, alles cool und anders zu machen und Deadpool als krassen Superhelden darzustellen, der ja weiß, dass er einer ist – und trotzdem konnte auf die obligatorische Liebesgeschichte nicht verzichtet werden, auf die grundlegende Außenseiter-Story, auf ein fulminantes und überzogenes Ende. Ich weiß nicht, Deadpool hätte ich mir immer cooler und weniger pseudo vorgestellt, so war mir das alles zu sehr zugeschnitten auf die Zielgruppe ab 16. Klar war die Selbstironie des Protagonisten im üblichen Einheitsbrei manchmal erfrischend – aber ich hätte eher einen Eimer Wasser gebraucht. Naja, Geschmäcker sind verschieden.

Was waren euer Top und Flop im Mai? :)

eurelaura

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