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Kinoreview: Batman V Superman – oder wie Fatman von der Decke hing…

Es war mal wieder Zeit für ein Kino-Date mit meiner Freundin, was keiner aus unserem näheren Umfeld wirklich verstand, denn wieso gingen wir ausgerechnet ins Kino und nutzten das Wiedersehen nach Monaten der Abstinenz nicht besser? Sagen wir so: Wir können auch im Kino reden. Na gut, flüstern. Außerdem waren wir davor Burger essen und Cocktails trinken, also bitte. Und der zweite ausschlaggebende Punkt war Henry Cavill. Unsere Obsession für diesen Halbgott dürfte regelmäßigen Lesern wohl ein Begriff sein. Da saßen wir also gestern. In der Preview zu Batman V Superman: Dawn of Justice, dessen Trailer mir schon den Magen umgedreht hat – und das nicht, weil er so gut war. Meine Eindrücke gibt es heute!

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Worum geht’s eigentlich?

Oh, wenn ich das wüsste! Ich versuche mich aber mal zu konzentrieren. Also: Batman (Ben Affleck) ist angepisst, weil Supermans (Henry Cavill) letzte Aktion viel Zerstörung nach sich gezogen hat (Vorgeschichte in Man of Steel). Derweil lebt Clark Kent mit seiner großen Liebe Lois Lane (Amy Adams) zusammen, geht vollständig bekleidet baden, bringt Blümchen mit und macht oberkörperfrei Frühstück. Doch über Metropolis und Gotham City braut sich Unheil zusammen und der Beef zwischen Batman und Superman wird schon bald das kleinste Problem sein… Werden die Kontrahenten ihr Kriegsbeil begraben und sich gegen den Bösewicht zusammenschließen? Wer weiß. Justice League, maybe.

Über Langstreckenfilme, komatöse Zustände und Fangirls auf Abwägen

Lasst uns mit dem Positiven der actionreichen Comic-Superhelden-Verfilmung beginnen, wie schon damals in der Schule bei der Bewertung einer wirklich miesen Gedichtrezitation. Wirklich gut hat mir nämlich Jesse Eisenberg in der Rolle des Widersachers Lex Luthors gefallen, da er ihn zwar nervig und überzogen, aber dreidimensional verkörpert. Ich fand es sehr erfrischend, so einen jungen Typen in dieser Rolle zu sehen – Daumen hoch! Er war verhältnismäßig witzig mit seiner durchtriebenen Art. Auch Wonder Woman fand ich gut besetzt, denn Gal Gadot ist schon echt eine Granate!

Bei der Story hatten wir dann des Öfteren facepalm-Momente. Es war ein Chaos. Manches ergab wenig bis gar keinen Sinn, so viele lose Fäden wurden aufgesammelt – was absolut nicht nötig war –  einfach nicht verknüpft. Es wirkte beliebig und irgendwie war mir das alles zu viel. Was sollte zum Beispiel die kurze Aquaman-Sequenz? Die Konkurrenz von Batman und Superman fand ich dann auch eher zum Gähnen und nicht der Rede wert. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie sich wenig Story auf Überlänge strecken lässt. Nach dem Showdown zwischen Batman und Superman – dessen Art der Auflösung übrigens das ganze Kino verwirrte, zumindest dem Lachen nach zu urteilen – kam der Endgegner. Dabei war ich doch schon lange mehr als bereit für das Ende, wäre dreimal sogar fast in einen komatösen Zustand abgedriftet! Leider habe ich mich etliche Male beim Gedanken erwischt, dass man das auch alles hätte kürzen gestalten können. Lois Lane hat mich auch genervt. Schade.

Kommen wir zu Ben Affleck, der von einigen für die Rolle als Batman gelobt wird. Von mir nicht. Stellen wir die ganze Ich-mag-Christian-Bale-lieber und die Ben/die Nanny/Jennifer Garner-Problematik mal beiseite – ist das eigentlich euer ernst? Das einzige, was mir dieser Film verdeutlicht hat, ist, dass Batman alt wird und graue Haare hat! Affleck hat als Batman keinen Charme, guckt immer gleich – ich schätze gedankenverloren – in die Ferne und sein Outfit steht ihm auch nicht, sondern lässt ihn eher wie Fatman in der Zimmerecke hängen. Wisst ihr, was er hauptsächlich tut? Er träumt wirres Zeug.

Im Kino saßen übrigens viele kleinere Kinder mit ihren Eltern. Besonders zu Beginn des Films ist für unter 12-Jährige wahrscheinlich nicht ersichtlich, wie sich die Gut-Böse-Konstellation verhält. Zudem gibt es viele gewalttätige, dunkle und düstere Szenen. Zwar gibt es auch etliche Entlastungsmomente und die Realitätsferne ist durch die Superheldenkräfte gegeben, doch besonders der Showdown am Ende zieht sich sehr lang und intensiv hin. Auch hat das obligatorische Superhelden-Happy-End in meinen Augen einen fahlen Beigeschmack. Der Film ist ab 12 Jahre freigegeben und ich finde das total nachvollziehbar.

3D ist wie meistens reine Geldmacherei und absolut unnötig. Oder geht es irgendwem anders – geht jemand von euch wegen der 3D-Effekte ins Kino? Oder wegen der (hoffentlich guten) Story, den Charakteren, vielleicht sogar der Schauspieler? Ich jedenfalls erinnere mich ein halbes Jahr später nicht mehr daran – außer ganz selten bei Animationsfilmen – ob ich einen Film in 3D gesehen habe oder nicht. Dass man inzwischen oft nicht mal mehr die Wahl, ob man einen Film in 3D oder 2D im Kino sieht, nervt mich richtig. Aber das Problem gilt stellvertretend für alle Genres und nicht explizit nur für diesen Film.

Mein Fazit

Ich denke, da scheiden sich echt die Geister. Für mich aber gewiss einer dieser Filme, die man sich bei Langeweile gemütlich auf der Couch ansehen und zwischendrin auch ein Schläfchen machen kann. Der zur Berieselung gut geeignet ist, doch an der Story hapert es. Mir werden Jesse Eisenberg und Henry Cavills breites Kreuz in wohlwollender Erinnerung bleiben. Muss man aber echt nicht im Kino angucken, da braucht man nämlich viel Sitzfleisch.

Ich bete wirklich, dass Suicide Squad DC wiederbelebt. Ich stehe ja sowieso mehr auf viele schwierige Antagonisten und freue mich wahnsinnig auf Harley Quinn, Joker und meinen Bae Joel Kinnaman.

Ihr müsst mir unbedingt erzählen, wie euch Batman V Superman: Dawn of Justice gefallen hat oder ob ihr den Film gar nicht erst ansehen wollt! Und freut ihr euch auf Suicide Squad?

eurelaura

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8 Gedanken zu “Kinoreview: Batman V Superman – oder wie Fatman von der Decke hing…

  1. Anne schreibt:

    Gut, dass du das so einschätzt, das bestätigt meine These, dass der Film einfach nicht gut sein kann, gerade aufgrund des „Christian Bale ist einfach der Beste“ – Dings. Ich setze auch alles auf suicide squad!!

    Gefällt mir

    • Laura schreibt:

      Ich hab eh steigende Probleme mit Superhelden-Comic-Verfilmungen jeder Art. :D Finde das langsam too-much wie viel Marvel an Filmen und Serien dazu rausschmeißt und bin von DC einfach nur enttäuscht! Ich mag aber das Universum eigentlich mehr. :)

      Liebe Grüße
      Laura

      Gefällt 1 Person

  2. thechaosdiaries schreibt:

    Ich habe den Film ganz anders erlebt, ich fand ihn im Längen besser als Man of Steel :D und die Vorgänger-Batman-Filme fand ich scheiße, dafür hat mir Ben Affleck sehr gut gefallen in BvS ;) ich finde den Film echt sehenswert :)

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