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Medienmonat 01/2016: Colleen Hoover, Mr. Robot, Making A Murderer, The Revenant, The Hateful Eight

Seit ich meinen Medienkonsum dokumentiere, weiß ich nicht genau, ob sich das alles noch im gesunden Rahmen bewegt oder ich mir neue Entspannungsmöglichkeiten suchen sollte. Stellt euch die Welt mal ohne Medien vor! Man wäre gezwungen, sich über das Wetter zu unterhalten. Oder die Ernte. Small Talk wäre noch komplizierter als ohnehin schon. Ich finde es zumindest immer erfrischend, wenn man nach zwei, drei Minuten unangenehmen Geplänkel irgendwie in die Thematik Kino oder Serien abrutscht. Voilá – plötzlich fällt die Maske des Gegenübers und ihr merkt, dieser Mensch ist genauso verkorkst wie ihr! Binge Watching ist dieser Person nicht fremd, nein, sie hat nur einen sehr guten Concealer für die Augenringe.

Unterhaltungsmedien verbinden. Ich könnte mich beispielsweise stundenlang über Serien und Filme unterhalten – umso größer die Freude, wenn man jemanden trifft, mit dem man eine ähnliche „Das könnte ihnen auch gefallen“-Anzeige beim Streaminganbieter des Herzens teilt. Dann gibt es aber natürlich auch solche Menschen, welche die Medienleidenschaft mit Realitätsflucht abtun und meinen, man würde mit diesem eigennützigen Verhalten kein Stück die Welt verbessern oder fürchte einfach, sich seinen eigenen Problemen zu stellen. Wir kennen sie doch alle, oder? Bitch please kann man da ja leider nicht sagen. Also am besten einfach lächeln und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wenigstens sind wir vorbereitet, wenn die Zombieapokalypse eintritt und beißen nicht zuerst ins Gras!

 

Lesemonat

Im Januar habe ich vier Bücher gelesen, was ich in Ordnung finde. Ich habe aber auch gemerkt, wie ich mir bewusst Auszeiten zum Lesen nehmen musste, sonst wäre das nichts geworden. Aber ich will es so beibehalten, weil ich merke, wie sehr es mir hilft, runterzukommen und mich einzupegeln. Jetzt sind zwar Semesterferien – haha, die Hausarbeiten in meinem Rücken lachen – aber nach den Lehrveranstaltungen hatte ich eine kleine Leseauszeit wirklich immer bitter nötig. Mal sehen, wie das im Februar wird. Mein erstes Buch im Jahr 2016 war Sag, dass du mich liebst von Joy Fielding, zu dem ich auch eine Rezension geschrieben und drei Sterne verteilt habe. img_8685Weiter ging es mit Dark Elements, das ich wirklich durchgesuchtet habe! Es war so gut, oh mein Gott, ROTH! Bevor ich wieder ins Fangirlen verfalle, verlinke ich euch mal die Rezension zu diesem Must-Read hier.

Dann habe ich mich verliebt. Nein, diesmal nicht in einen heißen fiktiven Charakter oder ein Buchcover, sondern in Colleen Hoovers Schreibstil. Nie hätte ich gedacht, dass mir die Bücher so gut gefallen würden, aber ich bereue den Kauf von November 9 und Ugly Love kein Stück! Beide Romane habe ich im Januar verschlungen – selten haben mich Charaktere so schnell emotional mitgerissen. In den kommenden Tagen lade ich hier definitiv noch ausführliche Rezensionen hoch, denn die Must-Read Kategorie will schließlich ein bisschen gefüllt werden. Alles in allem habe ich drei von vier Büchern in diesem Monat fünf Sterne gegeben – bewerte ich zu gut oder hatte ich einfach nur sehr viel Leseglück? Ich freue mich jedenfalls, dass der Lesemonat so toll war!

Zudem habe ich noch eine Reihe weiterer Bücher angelesen wie etwa The White Rose von Amy Ewing oder Wie Schnee so weiß. Ich freue mich schon total, diese beiden Bücher im Februar weiterzulesen!

Kinogeplauder

Der Januar war mal wieder von einigen Kinobesuchen geprägt und nur zu einem Film habe ich es geschafft, einen eigenständigen Beitrag zu schreiben. Die Rede ist von Die fünfte Welle, in dem ich zuerst mit meiner besten Freundin und dann ein paar Tage später noch mal mit meinem Freund drin war. Wie ich bereits im Vorfeld vermutet habe, hat es meinem Freund dann nicht ganz so gut gefallen. Er ist jemand, der gar keine Liebesbeziehung in Serien und Filmen bevorzugt und das war am Ende dann auch sein großer Kritikpunkt. Oh ja, ich habe es geahnt! Meine beste Freundin und ich fanden den Film allerdings große Klasse.

Mein Freund und ich waren Mitte Januar dann noch bei The Revenant. Es ist ein unausgesprochenes Beziehungsgesetz, dass wir jeden Leo-Film auf der großen Leinwand sehen. DiCaprio entspricht schließlich Qualität. Die Frage, ob er je einen Oscar gewinnen wird, stiehlt mir zuweilen den Schlaf. Na ja, ganz so schlimm vielleicht auch nicht, aber Bilder von Leo und Kate sind mein Salz in der Suppe. Aber zurück zum Film! Kurz zur Handlung: Leo leidet. Und leidet. Und leidet noch mehr.  Mit Indianern und dieser ganzen Szene kann ich ja gemeinhin wenig anfangen. Meine Liebe zur Natur und das Bedürfnis zu Campen hat sich auch nicht eingestellt, aber überaus positiv hervorzuheben sind die Kameraführung (der Kampf am Anfang – hell yey!), die grandiosen Schauspieler und die beeindruckenden Landschaften. Die Brutalität des Überlebens wurde glaubwürdig dargestellt und bei einigen Szenen muss man schwer schlucken! Natürlich hat der Film, wie es zurzeit Mode ist, Überlänge und ich habe gewiss noch nie so viele Leute während der Vorstellung nach draußen verschwinden sehen, da leider auch die Handlung einige – wenn auch authentische – Längen aufweist. Doch das hätte man schlicht nicht anders darstellen können, ohne dem Film die Glaubwürdigkeit zu nehmen.
Leonardo DiCaprio macht seine Sache großartig, auch wenn der hauptsächlich leidet, stöhnt und fast stirbt beziehungsweise keine großen Reden á la Wolf of Wall Street schwingt. Fast glaube ich, er hat sein Limit auf der Leinwand erreicht, zumindest kann ich mir nicht vorstellen, was ihm noch mehr abverlangen könnte als diese Rolle. Dennoch ist es nicht mein Lieblingsfilm mit ihm, denn mein Freund und ich sind uns sicher: wir werden ihn voraussichtlich kein zweites Mal schauen und wenn erst in vielen Jahren. Tom Hardy war  übrigens brillant. Hm, noch was? Ach ja: du hast definitiv keine Chance gegen einen Bären!

Ende des Monats waren wir dann noch beim neuen Film von Quentin Tarantino The Hateful Eight im Kino, das gleichzeitig mein Filmhighlight des Januars war! Allein vom Trailer her habe ich mir diesmal nicht allzu viel erhofft und dachte, es sei wieder nicht meine Thematik, aber es war großartig! Es hat großen Spaß gemacht, die Handlung zu verfolgen und trotz der 214 Minuten Spieldauer hatte der Film keine langen, zähen Momente. Die Charaktere waren allesamt interessant gewählt und wie immer sieht man die üblichen Verdächtigen, aber gerade das ist ein Umstand, der mich nicht sonderlich stört. Samual L. Jackson hat es nun mal einfach raus!
Die Dialoge waren für mich das Tollste am Film – wir haben uns köstlich amüsiert. Lassen die Kunstbluthersteller eigentlich die Sektkorken knallen, wenn Tarantino einen neuen Film ankündigt? Natürlich spritzt es auch in diesem Streifen wieder aus allen menschlichen Möglichkeiten. Am Ende des Films haben wir ernsthaft Leute gehört, die sich über die Brutalität des Films beschwert haben, wobei wir nur unisono dachten: Bitte, was? Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber mit dieser Erwartung geht man doch schon ins Kino und das ist in gewisser Weise sein Markenzeichen, oder? Also nein. Ich fand den Film diesbezüglich gar nicht schlimm. Vielleicht nicht der beste Tarantino aller Zeiten, aber durchaus sehenswert und nun in meinen Top Fünf Tarantino Filmen. Wenn ihr also mit dem Gedanken spielt, ins Kino zu gehen, dann los! Es lohnt sich wirklich.

Serien & Filme im Januar

Hand auf’s Herz, ich hatte ja immerhin Anfang des Jahres noch zehn Tage Urlaub und ein paar Wochenenden, also in Anbetracht der Fakten ist die folgende Liste ja gar nicht so lang. Andererseits wisst ihr auch über die innige Beziehung zwischen meinem Bett und mir Bescheid und dass ich bis auf die paar Stunden im Fitnessstudio gerne rumliege und mich berieseln lasse… Wie dem auch sei, den Rest gibt es im Schnelldurchlauf. Ein Versuch.

  • Natürlich habe auch ich die ersten Episoden von Shadowhunters. Das Gedankenprotokoll verlinke ich euch einfach hier. Mein Update nach der dritten Episode: Wann geht Clary zum Friseur? Hä… Ich bin maßlos verwirrt versus oh, Leute, macht es doch noch offensichtlicher! Wie lange rechtfertigt Alecs bloße Existenz eigentlich noch, dass ich weitergucke? Wo ist Magnus Bae?
  • Die Amazon-Eigenproduktion Mr. Robot hat uns schwer beeindruckt und schnell dazu verführt, die zehn Episoden der ersten Staffel zu inhalieren! Fazit: Wow, so interessant und spannend! Witzig, wie unser Social-Media-Gehabe auf die Schippe genommen wird! Wir wollen weitergucken – wann kommt Staffel 2? Ich bin übrigens hin und hergezogen, ob ich den Hauptcharakter nun total scharf finde oder nicht.
  • Ende des Monats haben wir uns die Netflix-Doku-Reihe Making A Murderer angesehen, zu der ich jedoch noch einen gesonderten Beitrag schreiben werde.
  • Bei einem gemütlichen Chill-Abend mit meiner besten Freundin haben wir Sushi bestellt und dazu in Ermangelung anderer Möglichkeiten die Komödie Ted 2 Den ersten Teil fand ich damals super, der zweite hatte definitiv auch wieder witzige Momente, aber hat mir alles in allem nicht ganz so gut gefallen. Ted muss in diesem Teil in einem Gerichtsverfahren beweisen, dass es sich bei ihm nicht um eine „Sache“ sondern ein Wesen mit menschlichen Gefühlen handelt. Was mich rückblickend wohl etwas fertig gemacht hat, war, dass Mila Kunis nicht mitgespielt hat. Drei Sterne.
  • Endlich habe ich The Dark Knight Rises geschaut und somit den Abschluss der Batman-Trilogie. Wow, nur drei Jahre später. Der Film war fulminant, wenn auch nicht ganz so krass wie der zweite Teil, denn an Heath Ledger als Joker kommt einfach niemand heran. Ganz ehrlich, Christian Bale ist der perfekte Batman, ich kann und will mich mit Ben Affleck nicht anfreunden – dafür hat er Jennifer wirklich einmal zu oft betrogen! Tom Hardy als Bane und Anne Hathaway als Catwoman konnten mich auch vollends überzeugen. Viereinhalb Sterne.
  • Es gab Star Wars Nachwehen. Oh ja, denn mein Freund hat mich Anfang Januar dann überredet, mit ihm alle Teile Star Wars zu gucken, damit er demonstrieren konnte, dass alle mit ihrer Lichtschwert-Action besser waren als Episode VII. Oh my… Was tut man nicht alles aus Liebe? Tatsächlich hat es mir dann aber doch besser gefallen, als ich angenommen hatte. Dennoch haben wir nur vier Teile geschaut, weil uns dann leider die Lust flöten ging, aber die letzten beiden holen wir auch noch nach. Hier nun also meine kurze Bewertung. Episode I – Die dunkle Bedrohung fand ich gut, endlich wurde ich mal aufgeklärt, wer der Katalysator dieses ganzen Familien-Universum-Beefs ist und wie geht das besser als einen Blick in die Kindheit des Anakin Skywalker zu werfen? Der Altersunterschied zwischen ihm und Padmé (mein Freund rief die ganze Zeit dazwischen, es wären doch nur ein paar Jahre … äh, no way?) fand ich befremdlich. Das ist ein kleines Kind und sie eine jugendliche Königin, trotzdem sieht er sie an, als wüsste er genau, er würde sie mal nageln. Das fand ich befremdlich.
  • Episode II – Angriff der Klonkrieger war gut. Ihr merkt, ich bin sehr einsilbig. Ja, ich fand es ziemlich interessant. Meine Lieblinge sind eindeutig Obi-Wan Kenobi, Yoda und Natalie Portman. Gott, diese Frau ist so schön! Anakin hat dann wirklich angefangen, mich zu nerven. Seltsamerweise fand ich die Liebesgeschichte echt blöd. Es hat ja wohl einen Grund, wieso Jedi keine Frau oder gar Familie haben dürfen… tze dummer Junge!
  • Episode III – Die Rache der Sith war richtig gut! Ich muss gestehen, ich habe sogar geweint, als … etwas sehr Böses getan wird, was mit kleinen Kindern zutun hat, bei denen ich in Episode II (drei Stunden zuvor) noch Awww-Momente durchlebte. Oh ja. Was war passiert? Anakin sah ja plötzlich sogar heiß aus… bis sich sein Charakter nach außen kehrte. Ich empfinde wirklich tiefen Hass für ihn. Er ist so eine Schande für alle Jedi!!!!!!!!!! Ich konnte es kaum fassen, was da alles passiert ist! Na ja, Obi-Wan hat’s geslayed. Der Film hat mich wirklich emotional mitgenommen, deswegen gibt’s von mir dafür volle Punktzahl.
  • Episode IV – Eine neue Hoffnung oder Krieg der Sterne war dann wiederum weniger mein Fall; ich glaube, es war mir alles zu alt. Und Episode VII hat irgendwie die gleiche Story? Klar, ich finde es cool, wie sie manche Sachen durchziehen und wie die Geschichte geplottet ist, aber wahrscheinlich kommt bei mir da dieses 21-Jahrhundert-es-muss-knallen durch und von der ganzen Action bin ich einfach anderes gewöhnt. Ich kann mir wirklich vorstellen, wie die Leute das damals gefeiert haben, als es veröffentlicht wurde und dass viele die alten Teile heute noch besser finden, wenn sie damit aufgewachsen sind, aber für mich war das zäh und langweilig. Trotzdem mochte ich die Charaktere super gerne!

 

Das war mein Medienmonat Januar und ich bin super gespannt, was der Februar so alles mit sich bringt oder ob ich wirklich die meiste Zeit vor lauter Hausarbeitsstress keine freie Minute finde. Was war denn euer Medienhighlight im letzten Monat? Über Inspiration würde ich mich freuen! :)

Liebste Grüße und bis bald

eurelaura

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6 Gedanken zu “Medienmonat 01/2016: Colleen Hoover, Mr. Robot, Making A Murderer, The Revenant, The Hateful Eight

  1. the.recipettes schreibt:

    Superspannend was du da alles „inhaliert“ hast ;) Vor allem bei den Buchtipps werde ich mich sicherlich inspirieren lassen. Bin gerade auf den letzten Seiten meines Schmökers und schon etwas panisch, da ich noch kein geeignetes Nachfolgebuch gefunden habe. Aber „November 9“ könnte es werden! GlG Danuta

    Gefällt 1 Person

      • the.recipettes schreibt:

        Ich lese immer mehreren Bücher parallel…kleiner Tick von mir ;) Im Moment lese ich „Blackout“ von Marc Elsberg, „Until You“ von Judith Mcnaught (was fürs Herz) und „The Wicked and the Divine“ von Kieron Gillen. Aber ich bin mit „Until You“ bald fertig und brauche dafür dann einen Ersatz :)

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    • Laura schreibt:

      Das hoffe ich auch, lass es mich dann wissen! :) Wünsche dir viel Spaß im Kino! Bei beiden Filmen braucht man definitiv Sitzfleisch, aber sie sind sehr gut. :)

      Liebste Grüße
      Laura

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  2. primeballerina schreibt:

    Yay, cool, dass dir „Ugly Love“ & „November 9“ jetzt auch so gut gefallen haben – ich bin sehr gespannt auf die Rezensionen dazu. „Confess“ musst du dann auch lesen! Und anscheinend ist auch „Maybe Someday“ ein totaler Mustread, aber das steht bei mir auch noch aus. :-D

    Magnus & Alec Bae hast du ja jetzt endlich bekommen! ;-) Mich nervt ja Clary aber maßlos.

    „Mr. Robot“ habe ich am Wochenende nun endlich auch angefangen und bin auch begeistert, auch wenn es mal etwad anderes ist als ich sonst schaue. Und ich bin genau wie du hin- und hergerissen davon wie ich den Schauspieler finde…

    Liebe Grüße,
    Jess

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