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Re-watched: Prestige

Am Wochenende kam ich in das Vergnügen, einen meiner liebsten Filme von meinem liebsten Regisseur mit meinen liebsten Schauspielern mal wieder zu sehen.

Der Film, um den es geht, ist „Prestige – die Meister der Magie“ aus dem Jahr 2006. Ein Film, der mich beim ersten Mal Sehen vor vielleicht sechs Jahren überaus begeistert hat. Und zwar so, wie es selten ein Film tut. Liegt sicherlich unter anderem daran, dass Regisseur Christopher Nolan – der Garant für gute Filme mit noch besseren Plots und twisted Minds – die Fäden in den Händen hielt.

Seit „The Dark Knight“ bin ich absoluter Fan dieses Mannes und seiner filmischen Fähigkeiten. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass Nolan bei fast keinem seiner anderen Filme (die ja durchaus immer in den höchsten Tönen gelobt werden) solch ein graziles Feingefühl für Spannungsaufbau, achronische Plotverläufe und das Prestigium aufweist. Und da wären wir auch schon beim Thema.

„Prestige“ spielt im Zeitalter der aufkommenden Moderne – dazu mehr als passend – in London Ende des 19. Jahrhunderts. Die Technisierung wie die Elektrizität stoßen langsam an die Oberfläche der Gesellschaft, doch erhält wie ihre Erfinder und Pioniere nur wenig Anerkennung. Ganz im Gegenteil, Technik und ihre Effekte versetzen die Menschen in Angst und Misstrauen. Steampunk vom Feinsten also.

Doch im Mittelpunkt steht eine sehr alte Kunst, nämlich die des Zauberhandwerks. Zwei
aufstrebende und ehrgeizige Magier versuchen nach einem tragischen Ereignis in ihren Karrieren, die Bühnen der Stadt auf ihre eigenen Weisen zu erobern. Der eine mit einem großen Talent für Show und Präsentation, der andere mit dem richtigen Gespür für besondere Tricks. Dabei spielt bald ein ganz besonderes Kunststück eine große Rolle in beider Leben: der transportierte Mann.

Es beginnt ein Wettkampf um die Perfektionierung dieses Tricks, der durch gegenseitiges Ausspielen, Ausspionieren und Austricksen immer dramatischere Ausmaße annimmt. Das Bedürfnis nach Erfolg und Anerkennung lässt beide Männer über Leichen gehen.

Gemimt werden die beiden Magier von Christian Bale und Hugh Jackman (schon das ist ein fettes Plus für den Film). Weiterhin dürfen wir uns auch über einen tollen Michael Caine und eine kokette Scarlett Johansson freuen.

Aaaaber wie immer der Plot nur am Rande. Denn gerade bei diesem Film ist es wichtig, die Handlungen Stück für Stück und genau so, wie Nolan sie uns serviert, wahrzunehmen, zu verarbeiten und zu verknüpfen. Und das kann an einigen Stellen schon sehr schwierig werden. Denn genau wie bei einem Zaubertrick, legt Nolan nur sehr wenig offen. Ein guter Magier verrät seine Tricks eben nicht.

Mein Tipp an euch: Schaut euch den Film ganz genau an. „Sehen Sie auch genau hin?“, wie Christian Bale mehrmals von sich gibt, ist nicht nur an die Zuschauer in der Magiervorstellung gerichtet, sondern auch an euch da draußen vor der Mattscheibe. Prägt euch jede Szene genauestens ein, denn sie könnte zum Schluss der Schlüssel zum Verstehen dieser großartig verworrenen und verdrehten Geschichte sein.

Und genau das ist es, was mich so an dem Film fasziniert hat. Bis zur wirklich letzten Sekunde wird der Plot Stück für Stück aufgelöst. Die letzten Minuten des Films waren für mich ein einziges „Wie…waaa…Nein!…Ach was…!“.

Aber auch beim zweiten oder dritten Mal sehen hat man durchaus Spaß am Neuverknüpfen der Begebenheiten. Man passt doppelt so gut auf, um doch schon eher den einen oder anderen Hinweis aufzuschnappen.

Ich empfehle euch, Prestige als ein filmisches Highlight zu zelebrieren. Macht euer Wohnzimmer zum Kinosaal und euren Fernseher zur Bühne. „Prestige“ ist wirklich ein Meisterwerk.

eureanne

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6 Gedanken zu “Re-watched: Prestige

  1. the.recipettes schreibt:

    Ich habe Prestige sich schon zehnmal gesehen :) Zu meiner „Verteidgung“ muss ich aber sagen, dass ich eine Uniarbeit über den Film geschrieben habe. Da ging es um unerwartete Wendungen…kann deinen Filmtipp daher sehr gut nachvollziehen :) GlG Danuta

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  2. Fabinho schreibt:

    Prestige ist wirklich fantastisch. Habe ich ebenfalls bereits zwei oder drei Mal gesehen und es nie bereut. Gewusst? David Bowie spielt auch im Film mit. Habe ich letztens erst erfahren, als ich mich aufgrund seines Todes mit seiner Biografie beschäftige habe.

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