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Rezension: Royal – Ein Leben aus Glas von Valentina Fast

Ich brauchte eine Pause, eine kleine Auszeit, denn ich hatte eindeutig zu viele Tränen über den letzten Seiten von Clockwork Prince vergossen. Da sich nichts Leichtes für Zwischendurch in unmittelbarer Nähe befand (ich lag mit meinem angeknacksten Herzen im Bett und wollte nicht aufstehen), griff ich nach dem Ipad und begann mit dem ersten Band von Royal. Mein Notfallbuch entpuppte sich als interessanter Start einer mehrteiligen Reihe.

Royal_Band_Eins_Ein Leben aus Glas_Valentina Fast

Basics & Ein paar Worte zum Inhalt

Band 1 – Kindle Edition – Carlsen Impress – 3,99 Euro – etwa 197 Seiten

Im Königreich Viterra wird eine Braut für den Prinzen gesucht und die siebzehnjährige Tatyana nimmt wider Willen an der Farce teil. Doch niemand weiß, wer der Prinz ist, denn vier junge Männer stellen sich den Damen vor – und an einen von ihnen verliert Tatyana langsam ihr Herz.

Spieglein, Spieglein an der Wand…

Natürlich klang der Inhalt stark nach einer Mischung aus Catch the Millionaire, Germanys Next Topmodel und Herzblatt (kennt das noch jemand?). Neuerdings spannt man auch gerne bei fast jeder Young Adult Geschichte mit Königreich, Prinz und Brimborium eine Verbindung zu Selection. Der Auslöser, Royal zu lesen, war schlicht das Rätsel in der Geschichte. Wer ist der Prinz?

Nach einem holprigen Einstieg, der mich nicht sofort fesselte, fand ich die Geschehnisse im Schloss umso spannender. Der Stil ist nicht herausragend, aber bedingt durch die Leichtigkeit fliegen die Seiten nur so dahin. Es war angenehm, die Geschichte zur Gründung Viterras gleich zu Beginn erzählt zu bekommen, denn im Juwel oder bei Mare weiß ich immer noch nicht, ob das nun reine Fantasy ist oder doch einen dystopischen Hintergrund hat. Allerdings haben mich die atomare Katastrophe und die Glaskuppel in Royal sehr an die Eleria-Trilogie von Ursula Poznanski erinnert. Ich bin gespannt, was Valentina Fast noch aus dieser Welt und der Grundidee macht. Den Weltenbau fand ich gut und der Cliffhanger am Ende verspricht weitere Schattierungen.

Mit der Hauptprotagonistin Tatyana, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, konnte ich mich im Laufe der Geschichte anfreunden. Ich erkenne die Bemühungen, sie dreidimensional zu gestalten und verstehe auch ihre Motive, aber an manchen Stellen ist sie mir zu ungeschliffen. Die vier Männer gefallen mir gut, obwohl sie stereotypisch angelegt sind. Wir haben den Aufreißer, den guten Freund, den Gentleman und den absoluten Griesgram. Nun ratet, wer mir am besten gefällt!

Es gibt einige Situationen zwischen Tatyana und einem der jungen Männer, die mich sehr amüsiert haben. Das ist der große Pluspunkt, den ich vergebe, denn in meinen Augen stimmt da die Chemie und das Lesen macht großen Spaß. Denn trotz meiner dreiundzwanzig Jahre sind Zänkereien zwischen Hauptcharakteren für mich das Salz in der Suppe. Die Geschichte wartet mit einigen Klischees auf, über die geflissentlich hinwegsehen konnte, weil ich nicht den Anspruch hatte, etwas vollkommen Neues und Innovatives zu lesen.

Leider war bei 92 Prozent auch schon Schluss, was mich wirklich schockierte, denn das ganze Theater im Schloss zieht einen so sehr in den Bann, dass man einfach sofort weiterlesen möchte! Da ich nicht oft Ebooks lese, war mir nicht klar, dass am Ende so viel Prozent mit Werbung kommen – ist das immer so?

Zuallererst sprang mir übrigens das hübsche Cover ins Auge, das ich an dieser Stelle einfach positiv hervorheben muss. Ich mag die Gestaltung und die Farben sehr. Auch die Untertitel der einzelnen Bände gefallen mir gut. Der Preis von 3,99 Euro erscheint mir jedoch zu teuer für ein Ebook mit schätzungsweise 197 Seiten, da es sich hierbei eher um eine Kurzgeschichte handelt. Minuspunkte gibt es zudem für ein paar Rechtschreibfehler und einen grammatikalisch falschen Satz – sowas kann ich bei einer Geschichte mit Lektorat nicht dulden.

Mein Fazit

Band 2 steht schon auf meiner Wunschliste! Das Besondere ist ganz klar das Geheimnis, wer der Prinz ist – ich bin gespannt, ob ich richtig liege und was die Autorin noch aus der Geschichte macht. Das Buch kam für mich einfach zur richtigen Zeit und wenn ihr auch auf der Suche nach leichter Unterhaltung seid, kann ich es euch nur empfehlen. Ich vergebe drei Sterne für diesen Auftakt!

Habt Ihr die Reihe schon gelesen oder steht Royal auf eurer Wunschliste?

eurelaura

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2 Gedanken zu “Rezension: Royal – Ein Leben aus Glas von Valentina Fast

  1. blankcancelled schreibt:

    „Ich brauchte eine Pause, eine kleine Auszeit, denn ich hatte eindeutig zu viele Tränen über den letzten Seiten von Clockwork Prince vergossen. Da sich nichts Leichtes für Zwischendurch in unmittelbarer Nähe befand (ich lag mit meinem angeknacksten Herzen im Bett und wollte nicht aufstehen), griff ich nach dem Ipad und begann mit dem ersten Band von Royal.“

    … sorry, aber ich musste gerade dezent auflachen, weil es mir gerade genau SO nach der Shatter-Me-Reihe geht. Eigentlich NICHT lustig, weil ich mich gerade irgendwie in einem riesigen Loch zu befinden scheine .. aber naja, es gibt mir Mut, mit derartigen Gefühlen nicht allein dastehen zu müssen. Da erscheine ich gleich weniger verrückt. :D :'(

    Es ist so schlimm mal w i e d e r eine brilliante Buchreihe durchgelesen hast & man einfach abgrundtief zu fallen scheint, weil man längst nicht dazu bereit ist, alles abzuschließen. Auf Knopfdruck. Man ist verzweifelt .. Beneidet die Charaktere, wünscht sich die Geschichte für sich selber. Doch man wird eiskalt allein in seiner eigenen, realen Welt zurückgelassen, mit seinen Gedanken in Bezug auf diese wunderbaren Werke, dass es einen von innen aufzufressen droht. Ein unfassbarer Schmerz. Das Herz bis auf alle Einzelteile zerbrochen. So perfekt manche Buchreihen auch sind, so schlimm fühlt es sich dann teilweise auch an, sie immer wieder beenden zu müssen … Als würde man sich für immer von geliebten Menschen verabschieden. Immer und immer wieder. Es tut so weh.

    Hast du da irgendeinen Tip? Ich kann mich gar nicht mehr ablenken, ey. :o

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    • Laura schreibt:

      Hallo und vielen Dank für deinen Kommentar! :) Ich glaube, am besten eignen sich andere Geschichten, um darüber hinwegzukommen. :) Nach so einer Reihe, die mich sehr sehr mitgenommen hat, suche ich meist zuerst etwas Leichtes und dann aber genau wieder nach Büchern, die genau die gleichen starken Gefühle in mir auslösen können. Das ist schon, seit ich denken kann so und auch eine kleine Sucht, haha. Manchmal nehme ich mir aber auch bewusst ein paar Tage Zeit, um die Bücher wirken zu lassen und alles zu verarbeiten, bevor ich zu einem neuen Buch greife. Aber ich verstehe dich sooo gut! Wir sitzen im gleichen Boot. :)

      Liebe Grüße
      Laura

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