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„Manche mögen’s heiß“ – Wie ich meine Liebe zu Marilyn fand

Ich muss zugeben, ich habe noch nie einen Film mit Marilyn Monroe gesehen, also – bis vor kurzem… Sonst kannte ich die blonde Wunderfrau nur von Designtischen in 50er Jahre Restaurants oder als Coca Cola-Werbefigur.

Leider eilte ihr Ruf ihr auch Voraus, sodass ich nur mit wenigen Erwartungen in den Film „Manche mögen’s heiß“ oder „Some like it hot“ aus dem Jahr 1959 startete. Durch mein Studium verband ich schwarz/weiß Filme auch bisher eher mit Stummfilmen oder Arthouse-Kunstfilmen à la Godard (À bout de Souffle) oder Kurosawa (Rashomon).

Aber falsch gedacht. Ich nehme vorweg: Ich habe einen überaus unterhaltsamen Abend mit anständigem Humor verbracht.

Dazu beigetragen haben vor allem die beiden männlichen Hauptcharaktere Joe (Tony Curtis) und Jerry (Jack Lemmon). Die beiden mehr oder wenigen erfolgreichen Musiker sind ständig auf der Suche nach Arrangements, gerade so können sich der Saxophonist und der Kontrabassist über Wasser halten. Wie ein Wink des Schicksals scheint es, als eine Damenkapelle genau diese beiden Instrumente und natürlich ihre Spielerinnen sucht.  Diese Gelegenheit lassen sich beide Musiker nicht entgehen und schlüpfen fortan in die Rolle zweier feiner Damen, genannt Josephine und Daphne. Auf der Reise nach Florida mit ihrer neuen Kapelle lernen sie die Ukulelespierlerin Sugar (Monroe) kennen und verfallen ihrem naiv-kindlichen Charme. Es folgt ein Kampf um die Gunst als beste Freundin und natürlich irgendwie auch als Liebhaber. Natürlich sorgt eine unglückliche Begegnung mit einer Mafiatruppe zu Beginn für die nötige Action und verleiht dem Katz und Maus-Spiel genügend Pfeffer. Zwischen Gangsterbossen, der großen Liebe und Kleidern kämpfen sich Jerry und Joe durch die Frauenwelt mit all ihren Vor- und Nachzügen.

Klingt erst mal nach der großen Menge typischer Hollywoodfilme, die in den letzten Jahren in die Kinos kamen. Etwas Humor, etwas Liebe und etwas Gangster. Doch der Humor in „Manche mögen’s heiß“ besitzt genau den richtigen Grad an Witz und Comedy, sodass man die zwei Stunden gespannt vorm TV sitzt und sich keine Sekunde gelangweilt fühlt. Weder zu derb noch zu viel Fremdschämen, eher ein ganz natürlicher, unschuldiger und vor allemh zeitloser Humor, der dem Zuschauer eine Auszeit von sämtlichen Adam Sandler- und Kevin James-Hau-Drauf-Komödien gibt.

Wir werden mit dem Frauenbild der 50er und 60er konfrontiert, was ordentlich auf die Schippe genommen wird. Und wir sehen Marylin Monroe in unglaublichen tollen Kleidern und werden natürlich auch Zeuge ihres gesanglichen Talents.

Wer also auf der Suche nach einem wirklich gelungenen Kino-Abend mit Freunden, zu zweit oder allein ist, der sollte sich unbedingt diesen Film ansehen. Und dazu natürlich eine Kleinigkeit naschen :)

eureanne

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Ein Gedanke zu “„Manche mögen’s heiß“ – Wie ich meine Liebe zu Marilyn fand

  1. The Tastemonials schreibt:

    Marilyn? Ein zeitloser Klassiker! Es gibt so viele Klasse-Filme mit ihr, z.B. Fluß ohne Wiederkehr, Misfits… Ich liebe diesen Humor aus der damaligen Zeit, der wie Du schreibst so natürlich und noch unschuldiger ist. Und dann die Mode ;-) Liebe Grüsse, Heike

    Gefällt 1 Person

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