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Rezension: Layers von Ursula Poznanski

Es wird Herbst! Temperaturen unter 20 Grad sind mir ein Graus, aber drei Dinge sind toll am Herbst: kuschelige Schals, beerige Lippen und allen voran schaurige Thriller. Eingestimmt auf das Genre habe ich mich mit Ursula Poznanskis neuem Jugendroman Layers!

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Ein paar Worte zum Inhalt

Dorian schlägt sich auf der Straße durch und das sogar recht gut. Als er jedoch in eine brenzlige Situation gerät und ein Fremder ihm Hilfe anbietet, ergreift er die Chance auf ein neues Leben. Allerdings ist nichts auf dieser Welt umsonst und als Dorian einen seiner Aufträge nicht korrekt ausführt, wird er zum Gejagten.

Spannend bis zur letzten Seite

Für mich gehört Ursula Poznanski zu den Königinnen der Jugendliteratur. Von Erebos war ich schon schwer begeistert (sodass ich sogar eine Hausarbeit in Germanistik über den Roman geschrieben habe) und auch Layers hat mich nicht enttäuscht.

Der Einstieg in die Handlung und Dorians Leben fällt leicht. Ich beneide Poznanski um ihre Art zu Plotten! Das Ganze ist stimmig und durchdacht, sodass man schnell in den Weiterlesen-Modus rutscht. Die Spannung wird schnell aufgebaut und dann kontinuierlich hochgehalten – außer an wenigen Stellen, wo dem Leser eine Atempause gegönnt wird (sowie den Charakteren).

Die Idee ist genial und schildert eine Zukunft, in der wir zum Teil schon heute angekommen sind. Bester Beweis war mein Besuch der IFA in Berlin am vergangenen Wochenende, wo unter anderem das Thema respektive die Möglichkeiten, welche in Layers skizziert werden, aufgegriffen wurden. Ohne zu viel verraten zu wollen: ich habe während des Lesens gerätselt, um welchen Gegenstand es gehen könnte – das hat großen Spaß gemacht, denn ich kam einfach nicht drauf!

Rätsel sind es, die den Roman ausmachen sowie die überraschenden Wendungen, die die Geschichte nimmt. Auch der Schreibstil hat mir wie gewohnt gut gefallen.

Ich mochte Dorian als Hauptcharakter sehr! Dass die meisten der anderen Charaktere blass geblieben sind, hat mich in diesem Fall nicht gestört, weil auch Dorian nur wenig Kontakt zu diesen hatte, also der Leser im Grunde die anderen Charaktere so wenig kannte und einschätzen konnte wie Dorian selbst, was die Spannung gefördert hat. Mein Herz schlägt zudem für Melvin, den ich sehr mochte.

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Allerdings habe ich auch zwei Kritikpunkte an Layers. Zum einen fand ich die Liebesbeziehung zu unglaubwürdig und überstürzt – diese war mehr Mittel zum Zweck. An dieser Stelle hätte ich mir eine andere Herangehensweise gewünscht, vielleicht sogar schon eine gemeinsame Vergangenheit der Charaktere – mehr Zeit, um die Beziehung so innig werden zu lassen, um danach rechtfertigen zu können, dass Dorian immer wieder sein Leben aufs Spiel setzt.
Mein zweiter Kritikpunkt ist der Showdown, auf den die ganze Zeit hin gefiebert wird. In meinen Augen verlief das Ende zu glatt und der Schluss erschien mir zunächst etwas abrupt. Nicht alle Ungereimtheiten konnten sich klären.

Alles in allem hat bei mir aber die Begeisterung über die Idee, den Schreibstil und die Spannung gesiegt und das Lesen hat unglaublich viel Spaß gemacht – so muss das sein! Layers ist eins dieser Bücher, das man nur schwer weglegen kann.

Fazit

Unbedingt lesen! Ich bin begeistert von der Geschichte und auch davon, wie viel Mühe sich der Loewe-Verlag mit der Buchgestaltung gemacht hat. Für mich gehört Layers definitiv neben Erebos zu den Büchern, die man auch im Deutschunterricht lesen kann (anstelle der gähnend langweiligen Alternativen) und das Jungs genauso fesselt wie Mädchen. Da Ursula Poznanski zu meinen Lieblingsautoren gehört, mich stets überrascht und ihre Bücher immer eine gute Idee sind, vergebe ich fünf Sterne und küre Layers zu einem Must-Read.

Mein Dank gilt dem Loewe-Verlag und Lovelybooks.de für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

Habt Ihr Layers schon gelesen und wie fandet Ihr es?

eurelaura

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Ein Gedanke zu “Rezension: Layers von Ursula Poznanski

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