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Murphys Gesetz und der Kurzfilm der Katastrophen – Teil 1

Mein absoluter Berufswunsch im Abituralter war es, Regisseur zu werden. Doch durch Zufall bin ich bei den Medienwissenschaften gelandet, die zwar um einiges theoretischer (manchmal auch sehr viel trockener) sind, aber meinen Lieblingsbereich Film doch an der einen oder anderen Stelle streifen. Vor allem im Master an der MLU Halle Medien- und Kommunikationswissenschaften eröffnete sich mir nach meinem mehr oder weniger spannenden Studium in Weimar eine ganz neue Welt der Projektdurchführung. 

So bin ich auch euphorisch und hochmotiviert in dieses Sommersemester gestartet, denn auf dem Plan stand endlich das Anwendungsfeld Film – mit Betonung auf Anwendung. Denn dass die Anwendung in diesem Seminar tatsächlich sehr, sehr groß geschrieben werden sollte, merkte ich gleich in der ersten Sitzung, als uns der Dozent offenbarte, dass tatsächlich das Drehen eines Kurzfilmes die Seminarleistung ausmachte.

Kurze Überforderung, denn ich hatte zwar schon das eine oder andere Mal eine Kamera in der Hand gehalten und kannte mich auch recht gut mit diversen Schnittprogrammen aus, doch so einen richtigen Film von vorn bis hinten, den hatte ich noch nicht auf meiner Agenda stehen. Außerdem hatte ich absolut keine Ahnung, welchem Umfang so ein Projekt mit sich bringt.

Doch das tat meiner Freude nur wenig Abbruch. Auch als es hieß, dass der Film automatisch bei einem Kurzfilmwettbewerb antritt und in Konkurrenz mit zwei Berliner Filmhochschulen steht. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass wir gegen Filmstudenten eine wirkliche Chance hätten, stand und steht bis heute bei, ich bin optimistisch, 0,5. Mein Motto: Augen zu und durch.

Diese Tatsache verdrängte ich erst einmal bis in die hinterste Ecke meines Hirns, denn wichtiger war es jetzt, eine Idee zu finden, der man sein Herzblut widmen möchte. Das als Tipp: Es ist wirklich wichtig hinter dem Projekt zu stehen, denn es wird sehr, sehr viele Stolpersteine geben.

Jedenfalls trennten die anderen beiden Medienmädchen und ich uns zum ersten Mal in der Geschichte unserer gemeinsamen Zeit voneinander, um verschiedene Projekte zu verwirklichen. (Im nächsten Semester sind wir wieder vereint <3)

In diesem (und in folgenden Posts) möchte ich euch von dieser oftmals überaus nervenaufreibenden, stressigen aber auch spannenden Erfahrung berichten. Denn unsere Planungs- und Drehphase an sich wäre es wert gewesen, einen Kurzfilm zum Thema Do’s und Dont’s der Filmproduktion anzufertigen, inklusive Outtake-DVD. Der hätte auch super ins Thema des Kurzfilmwettbewerbs gepasst: Trauer, Angst, Hoffnung, Freude. Obwohl wir momentan immer noch auf das Gefühl der Freude warten.

Nein, natürlich ist unsere fünfköpfige Truppe noch wohlauf und weiterhin motiviert, den Berg der Produktion zu erklimmen und dann ganz oben die Aussicht zu genießen.

Im nächsten Beitrag möchte ich euch mehr über unsere Vorbereitungsphase erzählen – vom Drehbuch schreiben, Rechte einsammeln, Drehorte suchen und Schauspieler casten. Das wird ein Spaß, sag ich euch!

Eure Anne

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