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Montagsfrage: Preise und Buchkauf

Ich bin eher der Ja-ich-kauf-das-Buch und Nein-lieber-nicht Gänseblümchentyp. Denn was interessiert es mich, seit ich meine Bücher selber kaufen muss, ob jemand mich liebt, wenn es dringlichere Fragen an das Gänseblümchen zu stellen gibt?

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Als ich die Frage las, wurde mir bewusst, dass ich tatsächlich im Buchladen und Online abwäge, ob ich jetzt zur Kasse gehe und das Geschäft besiegle. Die Zeiten, in denen Mamas Fulltimejob das Ganze regelte, sind vorbei und heute wird primär mein Konto belastet.

Taschenbuch oder Hardcover? Soll ich auf die Taschenbuchversion warten? Brauch ich die Geschichte im Regal oder reicht da auch die Bibliotheksausleihe? Wie viele Seiten kriege ich eigentlich für das Geld? Sobald ich Zweifel an einer Geschichte habe und die Investition abwäge, klingeln bei mir die Alarmglocken und ich lege das Buch bis zum nächsten Besuch zurück an seinen Platz. Natürlich gibt es auch noch genug Buch-Spontankäufe in meinem Leben, sodass jedes Verlassen eines Buchladens ohne neue Errungenschaft einem Meilenstein gleichkommt.

Manchmal kann man eben nicht einfach noch zwanzig Euro für ein Buch locker machen und manchmal sind auch zehn Euro schon zu viel. So wie man sich eben nicht den ganzen Monat über Rougette Ofenkäse für 3,99 Euro und ein Baguette kaufen kann, weil das Geld irgendwann knapp ist und man haushalten muss. Das Leben in Saus und Braus folgt dann wieder zu Beginn des nächsten Monats und der Buchkauf auch!

Aber auch auf mein sonstiges Leben hat die Buchpreisbindung einen signifikanten Einfluss. So rechne ich meine Anschaffungen mittlerweile auf die Bücher runter, die ich für den jeweiligen Preis kaufen könnte. Das macht manchmal ganz schön das Leben schwer, zumindest bei teuren und notwendigen Käufen wie einem neuen Laptop. Gott, so viele Taschenbücher…!

Dieses Verhalten überführe ich auch auf das Clubben. Zwischen Weihnachten und Neujahr bezahlten wir in Berlin 13 Euro Eintritt in einem Club und ich dachte, ich ersticke vor versammelter Mannschaft. Anscheinend ist das normal. Wieso fühlte ich mich dann, als hätte ich einen anderthalbstündigen Ausdauerlauf hinter mir und würde verenden? Solche Dinge tun mir seelisch und körperlich weh und in solchen Momenten kann ich mich nur wenig damit trösten, diesen Eintrittspreis aufs Jahr runterzurechnen.

Auch für Alkohol gebe ich nur im grumpy-cat-Modus Geld aus. Ein Cocktail kostet zuweilen schon so viel wie ein Taschenbuch oder zwei Euro weniger – von was hat man nun mehr? Von einem 300 ml Drink oder von 400 Seiten? Übrigens gibt es bezüglich Alkohol eine Ausnahme: Tequila Gold for the win!

Ich schlussfolgere also aus meinem Gebrabbel zur frühen Stunde, dass meine Prioritäten recht gut gesetzt sind. Herzensbücher kaufe ich sofort, bei vielen Geschichten warte ich jedoch mittlerweile schon auf die Taschenbuchversionen – um Platz und Geld zu sparen. Der Preis spielt also definitiv eine Rolle – mal mehr, mal weniger, je nach Lebenslage, finanzieller Verfassung und Monatsanfang oder – ende. Aber für Bücher Geld auszugeben, ist für mich immer noch die schönste Art der Investition!

Eure Laura

Spielt bei Euch der Buchpreis eine Rolle oder lebt ihr den ganzen Monat in Saus und Braus?

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4 Gedanken zu “Montagsfrage: Preise und Buchkauf

  1. Cindy schreibt:

    Hi Laura,
    der Vergleich mit dem Ofenkäse ist echt klasse, da musste ich echt lachen! Super lecker, aber vergleichsweise natürlich ein sehr teures Mittagessen. Bei Büchern zahle ich gern den Preis, wenn ich mir vorstellen kann, dass es mir ein paar schöne Lesestunden bescheren wird. Aber natürlich kaufe ich auch nicht jeden Tag ein Buch, das hält sich schon in Grenzen und deshalb gebe ich auf den Monat gerechnet auch nicht so viel aus, dass ich verhungern oder mich von Toast und Butter ernähren müsste.
    In meiner Lieblingsbar kosten die Cocktails auch ab 8€ aufwärts, das ist viel (aber sie sind super geil), aber so oft bin ich da gar nicht. Anfangen die Cocktails auf Taschenbücher runterzurechnen, sollte ich trotzdem nicht. Das macht dann doch nur unglücklich und ich möchte doch weiterhin gern in dieser Bar sitzen. ;)

    LG Cindy

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  2. Laura schreibt:

    Huhu Laura :)

    Ich muss dir absolut zustimmen. Wenn ich im Geschäft stehe und mir beginne, Fragen zu stellen, ob das Buch wirklich sein Geld wert ist, stelle ich das Buch wieder zurück, denn dann bin ich ja nicht vollkommen überzeugt. Aber wie du schon sagst, es gibt viel mehr, das man beachten muss, ob es jetzt die aktuelle finanzielle Lage ist oder ob man nicht doch viel lieber auf TB-Ausgabe warten möchte. ^^

    Liebste Grüße

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  3. lifewithsaskia schreibt:

    Also bei mir spielt der Preis schon irgendwo eine Rolle, ich muss aber auch gestehen, dass ich mein Geld fast nur für mein Auto und für Bücher ausgebe… und wenn mich ein Buch wirklich begeistert, dann kann der Preis das meist auch nicht ändern.

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  4. Heidrun schreibt:

    Bei mir ist das Buchkaufen eine Kombination. Weil ich viel Sport mache hab ich ein auible-Abo. Das bedeutet, dass ich einmal im Monat ein Hörbuch herunterlade. Oftmals ist es Teil einer Serie.
    Wenn mir das Hörbuch gefällt kauf ich dann meißt die komplette Serie (hoch lebe Medimops) als Bücher. Ob Hartcover oder nicht, hängt davon ab, ob schon alles draußen ist, wenn ja, dann Soft, aber wenn nicht…. naja ich bin nicht sehr geduldig :-)

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