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Filmklassiker: Casablanca

Ich hab früher immer gesagt: ich gucke mir keine Schwarzweiß-Filme an. Irgendwie hatte ich da immer das Gefühl, das etwas fehlt und die Filme konnten mich grundsätzlich nicht überzeugen. Und dann kam ich eines Tages auf die Idee, es wäre doch mal an der Zeit, sich Casablanca anzuschauen. Genau genommen sind die herzallerliebsten Gilmore Girls dafür verantwortlich. Die sehe die Szene genau vor mir, als Lorelai mit Luke einen Filmabend macht, und schockiert darüber ist, dass Luke noch nie Casablanca gesehen hat. Da wusste ich, dass muss ich wohl auch noch nachholen.

Also fix den Film im Internet bestellt und wenige Tage später in den DVD-Player eingelegt. Seitdem hab ich den Film bestimmt an die 8 Mal gesehen und ich kann mich niemals daran satt sehen. Das liegt vor allem an Humphrey Bogart und seiner Rolle Rick.

Aber zunächst kurz etwas zur Handlung, für diejenigen, die den Film nicht kennen (shame on you). Der Film wurde im Jahr 1942 veröffentlicht und spielt im Zweiten Weltkrieg. Viele Menschen nutzen Casablanca um in die USA zu fliehen, da es noch nicht besetzt ist. Obwohl stark politisch angehaucht, ist es am Ende doch eine Liebesgeschichte. Rick (Humphrey Bogart) führt in Casablanca ein Café. In diesem Café taucht eines Tages seine alte Liebe Ilsa (Ingrid Bergmann) wieder, die er zuvor in Paris kennengelernt hat. Allerdings hat sie ihn im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen lassen und ist nun mit ihrem aktuellen Partner in Casablanca, um zu fliehen.

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Nun entstehen zwei Handlungsstränge, die ineinanderfließen. Einerseits die politische Komponente der Flucht und der vorherrschen Korruption in Casablanca, sowie die Aufarbeitung der Liebesgeschichte Rick und Ilsas. Dabei überzeugt vor allem Rick mit seiner zynischen Ader. Der Charakter ist ganz nach meinem Geschmack. Und Humphrey Bogart finde ich einfach großartig, sogar in schwarz-weiß. Ilsa hingegen, mit ihrer unschlüssigen Art, nervt mich immer eher ein wenig. Am Ende nimmt ihr Rick die Entscheidung ab. Ein klares Highlight ist allerdings der Klavierspieler Sam. Er versprüht in diesen schwierigen Zeiten als einziger gute Laune.

Was bei Casablanca auch immer hängen bleibt, sind die unzähligen Zitate, die zu den berühmtesten Filmzitaten überhaupt zählen. Das bekannteste Zitat ist wohl Ricks „Here’s looking at you kid.“, was in der deutschen Fassung zunächst mit „Schau mir in die Augen, Kleines.“ übersetzt wurde. Richtig heißt es nun allerdings „Ich seh dir in die Augen, Kleines.“ Gefällt mir beides ehrlich gesagt nicht so besonders. Ich war immer ein Fan von „We’ll always have Paris.“ und „Louis, I think this is the beginning of a beautiful friendship.“ Dieses Zitat beendet den Film und bringt die Art von Rick einfach nochmal perfekt auf den Punkt.

Also, warum mag ich den Film so sehr? Dank des politischen Hintergrundes ist es nicht einfach nur eine flache Liebesromanze, in der am Ende alle glücklich sind. Die Figuren, vor allem Rick, sind sehr komplex dargestellt. Zudem besticht der Film durch eine ganz besondere Atmosphäre. Und auch das Ende war nicht so, wie man es vielleicht erwarten würde. Damit kriegt man mich fast immer. Irgendwie fängt der Film einen einfach ein. Auch wenn ich diese Zeit zum Glück nicht miterleben musste. Ich hatte auch nie den Eindruck, dass man zu sehr in den politischen oder den romantischen Aspekt abdriftet. Es ist einfach eine perfekte Balance.

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Unnützes Hintergrundwissen: Casablanca war für 8 Oscars nominiert, unter anderem für den besten Hauptdarsteller und besten Nebendarsteller. Einsacken konnte der Film allerdings „nur“ die Preise für den Besten Film, die Beste Regie und das Beste adaptiere Drehbuch.

Wie sieht’s bei euch so aus mit Schwarzweiß-Filmen? Und habt ihr Casablanca schon gesehen?

Eure Lisa

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2 Gedanken zu “Filmklassiker: Casablanca

  1. The Tastemonials schreibt:

    Klar, Casablanca ist für mich DIE Love-Story schlechthin!! Und es gibt eine ganze Reihe weiterer wunderbarer Filme.. Z.B. Manche mögen heiß mit Marilyn Monroe (paßt gut zum aktuellen Wetter ;)), Psycho von Alfred Hitchcock (nicht allein und bei Nacht anschauen!) oder Taxi Driver mit dem blutjungen Robert de Niro. Viel Spaß beim Entdecken und liebe Grüße von Heike

    Gefällt mir

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